Russische Nuklear-Ingenieure wegen Bitcoin-Schürfen verhaftet

Laut einem Bericht von Interfax vom 9. Februar wurden mehrere Ingenieure des Russischen Föderalen Nuklearzentrums in Haft genommen, da sie versucht haben sollen, Russlands größte Supercomputer für Bitcoin-Mining zu benutzen.

Das Russische Föderale Nuklearzentrum hat ihren Sitz in Sarow und beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter. Sarow ist die Geburststätte des ersten Nuklearsprengkopfs der damaligen Sowjet Union. Besucher aus dem Ausland ist es immer noch nicht gestattet, Sarow zu betreten. Auch russische Bürger dürfen nur mit einer Genehmigung einreisen. Die Grenze ist umgeben von Stacheldraht und Militärpatrouillen.

Tatjana Zalesskaya, Pressesprecherin des Nuklearzentrums, hat Interfax verraten, dass, “so weit [sie] weiß,” ein Strafmandat gegen die Ingenieure eingeleitet wurde:

"Es gab einen nicht genehmigten Versuch, die Computer für private Zwecke zu nutzen - darunter auch für sogenanntes Mining [...] es ist eine vergebene und strafbare Aktivität".

Die Supercomputer des Centers, welche die Kapazität von 1 Petaflop besitzen - 1.000 Trillionen Rechenoperationen pro Sekunde - waren aus Sicherheitsgründen nicht mit dem Internet verbunden. Als die Ingenieure versuchten, den Rechner mit dem Internet zu verbinden, um die Leistung zum Minen zu verwenden, konnte die Sicherheitsabteilung dieses Vorhaben unterbinden und die Ingenieure festnehmen.

Gesetzte, die Bitcoin in Russland legalisieren sollen, sind in Planung. Jedoch sind die einzelnen Richtlinien, wie Mining reguliert werden soll, noch nicht geklärt. Mitte Januar hat Cointelegraph berichtet, dass der russische Geschäftsmann Alexei Kolesnik zwei Kraftwerke gekauft hat, um seine Zukunftspläne für Kryptowährungen umsetzen zu können.

Die inhaftierten Ingenieure sind nicht die ersten, die auf die Idee gekommen sind, frühere Sowjet Militärgelände für Mining zu benutzen. Die Ice Rock Mining Company plant Mining-Operationen in einem ehemaligen Sowjetbunker in einer Höhle nahe Almaty, Kasachstan durchzuführen.

Das Unternehmen argumentiert, dass die niedrige Temperatur in dem unterirdischen Bunker und die Nähe zu einem Wasserkraftwerk die idealen Voraussetzungen zum Minen sind.

  • Folgen Sie uns auf: