Saudi-Arabiens MCIT und ConsenSys veranstalten "Blockchain Bootcamp"

Die Regierung von Saudi-Arabien hielt letzte Woche ein “Blockchain-Bootcamp” ab, wie eine nachträgliche Pressemitteilung des Ministeriums für Kommunikation und Informationstechnologie (MCIT) vom 29. April bestätigt. Der Fokus des dreitägigen Events, das am 26. April endete, lag auf Ethereum-Smart-Contracts und dezentralisierten Apps (DApps).

Das Bootcamp entstand auf einer Kooperation des MCIT mit der Blockchain-Softwarefirma ConsenSys, die aktuell in diverse Projekte im Mittleren Osten verwickelt ist.

In der Pressemitteilung wird das Event von dem Ministerium als Teil eines 2020 "Aktionsplans" beschrieben, um ein "digitales Umfeld" zu erschaffen

Dr. Ahmed Al-Thenayyan, der leitende Minister der Abteilung für technologische Industrien und digitale Möglichkeiten, nennt als eine der "Zielsetzungen" für 2020: "Ziel ist es, ein digitales Umfeld zu schaffen, das Köpfe und Fähigkeiten in dem Bereich IKT [Informations- und Kommunikationstechnologie] anzieht, ausbildet und weiterentwickelt, um eine digitale Transformation mit dem Ziel voranzutreiben, den Entwicklungsprozess im Königreich anzukurbeln."

Das Event ist eine weitere Außenposten-Aktivität für ConsenSys, das zur Zeit stark in Blockchain-Projekte im benachbarten Dubai eingebunden ist, das ebenfalls ambitionierte Blockchain-Pläne bis 2020 in die Tat umzusetzen plant.

"Ziel dieses Workshops ist es, Saudi-Arabiens ungenutztes Humanpotenzial zu nutzen, diese Menschen mit Wissen und Einsichten auszustatten, damit sie die Stärke von Blockchain und das aktuelle und zukünftige Potenzial der Technik in Anwendungsfällen verstehen", fügte Lina Hediah, die leitende Geschäftführerin von ConsenSys, hinzu.

Saudi-Arabien experimentiert aktuell auch in anderen Wirtschaftsbereichen mit Blockchain-Technologien: die Finanzautorität des Landes hat sich im Februar mit Ripple zusammengeschlossen, um ein gemeinschaftliches Pilotenprojekt für grenzübergreifende Zahlungen zu entwickeln.