SEC-Hauptbuchhalter: Firmen mit digitalen Vermögenswerten müssen ordentlich Buch führen

Wesley Bricker, Hauptbuchhalter der US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC), hat gesagt, dass das Aufkommen digitaler Vermögenswerte und Blockchain-Technologie an der "grundlegenden Verantwortung" der Unternehmen für ihre Finanzberichterstattung nichts ändert.

Bricker machte diese Äußerungen im Rahmen einer Rede vor der AICPA National Conference on Banks & Saving Institutions am Montag, 17. September, in Washington, D.C.

Bricker begann die Rede, indem er betonte, dass es für die Buchhaltung von entscheidender Bedeutung sei, mit neuen Technologien Schritt zu halten, um sicherzustellen, dass sie ihre Rolle als Torwächter für die "Einhaltung der Emittenten im Zusammenhang mit der Finanzberichterstattung" angemessen erfüllen könne.

Er betonte außerdem, technologische Innovationen können sogar "Verbündete der Geschäfts- und Finanzberichterstattung eines Unternehmens und nicht dessen Gegner" sein:

"Daraus folgt, dass technologische Veränderungen nicht gegen Investoren und die öffentlichen Kapitalmärkte gerichtet sein müssen. Darüber hinaus müssen Unternehmen weiterhin angemessen Buchführen und dokumentieren - unabhängig davon, ob Distributed Ledger Technologie (wie zum Beispiel Blockchain), Smart Contracts und andere technologische Anwendungen genutzt (oder nicht genutzt) werden."

Bricker betonte, dass Unternehmen und ihre Wirtschaftsprüfer gleichermaßen die bestehenden Parameter der Prüfungsstandards und des Bundeswertpapierrechts mit den damit verbundenen Meldepflichten - wo sie gelten - weiterhin strikt einhalten sollten.

"Distributed Ledger Technologie und digitale Vermögenswerte ändern trotz ihrer spannenden Möglichkeiten nichts an dieser grundlegenden Verantwortung", erklärte er.

Im Zuge der jüngsten hochkarätigen Entwicklungen in Sachen Krypto-Regulierung in den USA hat die SEC ihren Zuständigkeitsbereich für die Überwachung von Krypto-Hedgefonds erweitert, die FINRA hat sich in einem Fall von mutmaßlichem Wertpapierbetrug eingeschaltet und ein New Yorker Bundesrichter hat entschieden, dass Wertpapiergesetze für den Umgang mit Krypto-Betrugsvorwürfen gelten.