Irgendetwas ist faul: Gerüchten zufolge lösen Tether und Finanzprüfer Zusammenarbeit auf

Laut Berichten verhärtete sich am Samstagabend der Verdacht, dass Tether und deren Auditor Friedman LLP ihre Zusammenarbeit aufgelöst haben. Wegen des Wochenendes fehlen unabhängige Informationen. Anrufe bei Friedman LLP wurden direkt an den Anrufbeantworter geleitet.

Für beide Unternehmen ist es ungewöhnlich solch eine Aktion zu unternehmen, ohne eine offizielle Stellungsnahme zu veröffentlichen, vor allem weil diese Aktion einen Feuersturm auslösen würde. Viele in der Kryptocommunity hatten Bedenken, ob Tether überhaupt genug Reserven zurückhält, um alle Tethertokens im Umlauf abzahlen zu können. Das Unternehmen heuerte Firedman LLP an, um eine Prüfung durchzuführen, damit die Bedenken der Community beseitigt werden können.

So viel zum Thema Transparenz

Im letzten Jahr war Tether eine Quelle vieler Kontroversen und das Unternehmen hatte Probleme damit, auf Kritik zu reagieren. Das Unternehmen, das teilweise die selben Besitzer wie Bitfinex, eine große Kryptowährungsbörse, besitzt, hat letzten Herbst geschrieben:

"Friedman LPP eingestellt, um eine komplette Bilanzprüfung für Tether Limited durchzuführen. Da die sich im Umlauf befindende Menge an Tethers in den letzten Monaten erheblich vergrößert hat, haben wir Friedman gebeten, vorläufig unsere Bankbilanzen und unsere Tokenbilanz zu analysieren. Friedman stimmte, uns als vorläufiger Berater zur Verfügung zu stehen, um nützliche Informationen im Hinblick auf Tethers Geld- und Tokensituation zu generieren. Friedman stand uns schon einmal bis zum 15. September als Berater zur Verfügung. Dieser Beratungsservice beinhaltete jedoch keine Finanzprüfung, welche ein signifikant höheres Maß an Umfang und Zeit mit sich geführt hätte. "

Ein "Auflösen" der Zusammenarbeit zwischen Tether und Friedman LLP wurde großes Misstrauen der Community mit sich bringen, da es gegenläufig zu Tethers versuch ist, mehr Transparenz zu schaffen.

 

Tether (das Unternehmen) beansprucht für sich, dass sie Einlagen in US-Dollar von Investoren bekommen, diese in die äquivalente Menge von Tethers (die Währung) umtauschen und diese dann zurück an den Investor geben. Tether behauptet, Rücklagen von 1,7 Millarden Euro auf ihren Bankkonten zu besitzen, um jeden existierenden Tethertoken 1:1 umtauschen zu können. Ohne einen Finanzbericht jedoch kann Tether diese Behauptung nicht belegen. Genauso wenig wie die Möglichkeit, dass sie das Geld für andere Zwecke verwenden.

Misstrauen und rechtliche Gefahren

Einige in der digitalen Währungscommunity haben ihre große Skepsis gegenüber der Ausgabe von Tethertokens ausgedrückt. Es ist nicht ungewöhnlich für das Unternehmen eine große Menge an Tether auszugeben (50-100 Million am Stück), was sich viele fragen lässt, wer eigentlich als Investor dahinter steckt. Seit dem Zusammenbruch der Bankbeziehung von Bitfinex Anfang letzten Jahres, ist die Börse sehr von ihrem Tochterunternehmen abhängig, um Geld in die und aus der Börse bewegen zu können. Es gab Spekulationen, dass Tether auf Mindestreserve operiert (mehr Tokens ausgeben als abgesichert werden können), und diese dann an Bitfinex schickt. Die Börse benutzt dann diese Tokens als Sicherungsgegenstand, um Lang- und Kurzzeitinvestitionen auf dem Bitcoinmarkt zu tätigen.

Charlie Lee, Gründer der Litecoin, kommentierte:

 

Charlie Lee: Es geht die Angst um, dass der jüngste Wertezuwachs dadurch entstanden ist, dass USDT (Tether), die nicht durch vorhandenes Geld auf Bankkonten gesichert sind, gedruckt wurden. Ich fordere @bitfinex and @Tether_to dazu auf, eine Finanzkontrolle durch eine Drittpartei durchführen zu lassen. Bitte tun Sie das Richtige. Danke

Anfang Dezember drohte Bitfinex “rechtliche Maßnahmen” gegen einen annonymen Blogger "Bitfinex'ed" an, basierend auf den Vorwürfen des Fehlverhaltens seitens Bitfinex und Tether

Der Bericht wird aktualisiert, sobald neue Informationen auftauchen.

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