Südkoreanische Petition gegen Kryptoregulierung erreicht 200.000 Unterschriften, Regierung muss antworten

Am Dienstag Morgen, 16. Januar hat eine südkoreanische Petition gegen die Regulierung von Kryptowährungen die Anzahl von Unterschriften erreicht, die nötig sind, um die Regierung zu verpflichten, eine Antwort zu geben.

Die Onlinepetition ruft die Regierung dazu auf, seinen Standpunkt bezüglich der Regulierung von Kryptowährungen nochmal zu überdenken. Diese wurde auf der Webseite des südkoreanischen Präsidentenbüros am 28. Dezember gestartet.

Am 16. Januar hat die Petition bereits über 212.700 Unterschriften zusammen gehabt. Laut der Webseite des Präsidentenbüros ist eine Mindestanzahl von 200.000 Unterschriften notwendig, um die Regierung zu einer Antwort zu verpflichten. Deshalb wird von den Offiziellen nun auch erwartet, auf die Anfragen in dieser Petition in den nächsten 30 Tagen zu antworten.

Die Petition bittet die Regierung darum, die geplante Handelsregulierung zurückzunehmen, weil sie "einen fröhlichen Traum" runieren würde, der durch die digitalen Währungen möglich geworden ist.

Die Petition unterstützt dennoch einige der Regulierungen Südkoreas in Bezug auf Kryptowährungen, wie zum Beispiel das Verbot anonymer Accounts für den Handel. Interessant ist auch, dass Südkoreas größte Kryptobörse Bithumb ebenfalls "das richtige Maß an Regulierungen" unterstützt.

Aufgrund der Befürchtung, dass ein "Kryptowährungswahn" im Land ausbrechen könnte, hat die südkoreanische Regierung angefangen, eine Reihe von Regulierungsmaßnahmen in dieser Hinsicht in Betracht zu ziehen.

Ein paar der geplanten Regulierungen schließen unter anderem auch folgende Aspekte mit ein: ein Verbot anonymer virtueller Accounts für den Handel, ein Nicht-Erlauben von Investments für Minderjährige und Fremde in Bitcoin und andere Kryptowährungen auf dem koreanischen Markt und sogar ein vollständiges Verbot von Kryptowährungshandel.

Investments in Kryptowährungen ist besonders bei der südkoreanischen Jugend sehr beliebt geworden, da die Wirtschaftssituation des Landes besonders für die jugendliche Bevölkerung sehr schwierig ist. Laut Quartz hat die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen im Februar 2017 ein Allzeit-Hoch von 12,5 % erreicht. Die allgemeine durchschnittliche Arbeitslosenquote liegt im Vergleich dazu bei 4,2 %.

Insgesamt war die Haltung der südkoreanischen Regierung zur Regulierung von Kryptowährungen im Laufe des letzten Monats widersprüchlich. Zusätzliche Verwirrung stiftete der inoffizielle Plan des Justizministers, Kryptowährungshandel zu verbieten, über den daraufhin in den Mainstream-Medien weitläufig falsch berichtet wurde.