Studie: 38 Prozent der Südafrikaner hätten gerne in Krypto investiert

Das panafrikanische Finanzdienstleistungsunternehmen Old Mutual Limited hat eine jährliche Umfrage zum Thema Sparen und Investitionen für Südafrika veröffentlicht, die die Befragten über die Bekannheit und die Einstellung zu Kryptowährungen im Land befragte.

Die jüngste Studie ergab, dass die Befragten digitale Währungen generell positiv bewerten, wobei 38 Prozent der Befragten der Aussage "Ich wünschte, ich hätte vorher in Krypto investiert" zustimmten und 71 Prozent der Befragten zustimmen, dass "man mit ihnen viel Geld verdienen kann". Allerdings stimmten auch 43 Prozent der Befragten der Aussage "Sie sind schlecht, wie ein Pyramidensystem" zu und 53 Prozent sagten, sie verstehen nicht, wie Kryptowährungen funktionieren.

In Bezug auf die allgemeine Bekanntheit gaben 40 Prozent der Befragten an, dass sie sich in unterschiedlichem Maße auskennen, während 60 Prozent angaben, dass sie Kryptowährungen gar nicht kennen.

Im Vergleich zu Europa, Australien und den USA ergab eine vom Forschungsunternehmen Ipsos im Auftrag der ING Bank B.V. durchgeführte Umfrage, dass 66 Prozent der Europäer von Kryptowährung gehört hatten, während 33 Prozent der Aussage zustimmten, dass Krypto die "Zukunft der Online-Einkäufe" sei. Der Bekanntheitsgrad von Krypto ist in jedem befragten Land gleich oder höher als 50 Prozent. Die höchste Quote gab es dabei in Österreich (79 Prozent) und Polen (77 Prozent). In den USA haben 57 Prozent der Befragten von Kryptowährung gehört.

Während die breite Öffentlichkeit in Südafrika eine eher positive Haltung gegenüber digitalen Währungen als alternative Anlageform äußert, hat sich die Zentralbank des Landes dafür entschieden, digitale Währungen "Cyber-Token" zu nennen, weil sie "nicht den Anforderungen des Geldes entsprechen". Die Bank richtete eine Fintech-Task-Force ein, um ihre Haltung gegenüber privaten Kryptowährungen noch einmal zu überprüfen und regulatorische Fragen zu klären, um einen entsprechenden politischen Rahmen und ein entsprechendes Regulierungssystem zu entwickeln.

Im Mai ermittelte die südafrikanische Polizei gegen einen mutmaßlichen Kryptowährungsinvestitionsbetrug bei dem über 28.000 Investoren Verluste in Höhe von mehr als 1 Milliarde Rand (68,5 Mio. Euro) erlitten haben. Laut den Hawks, einer Ermittlungseinheit der südafrikanischen Direktion für vorrangige Verbrechensbekämpfung, "wird angenommen, dass die Zielgruppe von BTC Global Agenten mit Versprechungen von 2 Prozent Zinsen pro Tag, 14 Prozent pro Woche und schließlich 50 Prozent pro Monat dazu verleitet, zu investieren. Die Zahlungen wurden mutmaßlich jeden Montag geleistet. Einige der Investoren wurden im Rahmen der Vereinbarung bezahlt. Aber die Zahlungen hörten plötzlich auf."