Die Lebensmittelindustrie könnte durch die Nutzung von Blockchain Kosten in Höhe von 31 Mrd. US-Dollar einsparen, die durch Lebensmittelbetrug anfallen.

Wie eine neue Studie von Juniper Research, die am 25. November veröffentlicht wurde, nun feststellt, kann die Blockchain-Technologie in Zusammenwirkung mit dem Internet-of-Things (IoT) für eine beträchtliche Effizienzsteigerung entlang der Lieferketten der Lebensmittelindustrie sorgen, wodurch unter anderem auch die Bekämpfung von Lebensmittelbetrug deutlich verbessert werden könnte.

Die Studie errechnet, dass für die Lebensmittelindustrie ein bedeutender Mehrwert durch den Einsatz von Blockchain und IoT entstehen könnte. So würden allein in den ersten fünf Jahren schon Kostenersparnisse in Höhe von 31 Mrd. US-Dollar erzielt werden, die durch Lebensmittelbetrug entstehen. Dr. Morgane Kimmich, die Forschungsleiterin der Studie, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Aktuell sind Transparenz und Effizienz der Lieferketten der Lebensmittelindustrie durch undurchsichtige Datenverarbeitung limitiert, da viele Informationen noch in Papierform verarbeitet werden und sich jedes Unternehmen auf die Vertrauenswürdigkeit des anderen verlassen muss. Blockchain und IoT schaffen hingegen einen gemeinsamen, geteilten und unveränderlichen Datensatz, auf den jeder Teilnehmer der Lieferkette zugreifen kann. Das spart Zeit, Kosten und reduziert das Risiko für Betrug.“   

Laut der Juniper Studie kann die Lebensmittelbranche bereits bis 2021 beträchtliche Ersparnisse erzielen, bis zum Jahr 2024 könnte die Kostenreduktion dann sogar schon bis zu 30% betragen.

Lebensmittelbranche findet Gefallen an Blockchain

Die Blockchain-Technologie, besonders in Zusammenwirkung mit dem IoT, entwickelt sich immer mehr zum Liebling der Lebensmittelindustrie. So haben in den vergangenen Monaten schon mehrere namhafte Lebensmittelhersteller, darunter zum Beispiel Nestlé und Carrefour entsprechende Projekte angestoßen.

Eines der größten Projekte ist dabei der IBM Food Trust, der auf der Hyperledger Fabric Blockchain basiert. Die Plattform ist im Oktober 2018 an den Start gegangen und ermöglicht bereits die Nachverfolgung „Millionen einzelner Lebensmittel“.

Die Lachsfarm Cermaq und der Räucherlachshersteller Labeyrie haben sich jüngst der IBM Plattform angeschlossen, um ihre eigenen Supply Chains nachverfolgen zu können.

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