Schweizer Elektroniklieferant SIRIN Labs: Auslieferung des ersten Blockchain-Smartphones

Der auf Blockchain-ausgerichtete Elektroniklieferant SIRIN Labs wird morgen, am 29. November, sein erstes Blockchain-basiertes Smartphone ausliefern. Das geht aus einem Bericht des US-IT- und Wirtschaftsmagazins Computerworld von heute, 28. November, hervor.

In einer Finanzierungsrunde mittels eines Initial Coin Offering (ICO) für ein Blockchain-betriebenes Handy wurden im Dezember 2017 umgerechnet 139 Mio. Euro aufgebracht. Die Schweizer Firma kündigte in diesem Sommer an, dass sie ihr Blockchain-fähiges Smartphone FINNEY im November 2018 veröffentlichen würde.

Es basiert auf Android und dem Open-Source-Betriebssystem (OS) von SIRIN, SIRIN OS. Das FINNEY-Smartphone wird eine Cold-Storage-Krypto-Wallet anbieten und eine sichere verschlüsselte Kommunikation ermöglichen. FINNEY wird 1.000 US-Dollar (rund 890 Euro) kosten und wird auch einen Token Conversion Service (TCS) umfassen, der Berichten zufolge den Gebrauch von externen Börsen durch die Konvertierung von unterstützten Token und Coins überflüssig macht, so der Artikel.

Cointelegraph berichtete im Juli, dass das Smartphone bei der Foxconn Technology Group aus Taiwan, einem großen Hersteller von von Apple-, Google-, Cisco-, Huawei- und Amazon-Produkten, hergestellt und entwickelt wird.

Der CEO von SIRIN hat erklärt, dass das brandneue, Blockchain-betriebene Smartphone die Verwendung von Kryptowährungen und Peer-to-Peer-Netzwerken vereinfachen und diese auch mittels des Android OS besser bekannter machen soll.

Bereits im Mai enthüllte der Elektronikriese HTC ebenfalls, "das erste firmeneigene Blockchain-Smartphone" namens HTC Exodus auf den Markt bringen zu wollen. In diesem Sommer stellte das Unternehmen jedoch klar, dass es kein Smartphone mit einem firmeneigenen Blockchain-Netzwerk für den Krypto-Handel herausbringen werde. Stattdessen soll es ein Telefon mit einer Krypto-Wallet und dem auf Ethereum (ETH) basierendenDApp-Spiel CryptoKitties geben.

Im Sommer hatte auch der Webbrowser Opera angekündigt, dass eine Beta-Version ihres Dienstes für Android veröffentlicht werde, die eine firmeneigene Krypto-Wallet beinhalten soll.