Schweiz tauscht regulatorische Erfahrung mit Israel aus

Die Schweiz und Israel haben übereingestimmt, Erfahrungen über die Regulierung der Blockchain-Industrie auszutauschen, wie Reuters am Montag, dem 17. berichtet, wobei sich der Nachrichtendienst auf Angaben von hochrangigen Beamte beider Länder bezieht.

Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer und der Staatssekretär für internationale Finanzfragen Jörg Gasser haben kürzlich Israel besucht, um offiziell den Zugang zu den lokalen Märkten für Schweizer Banken zu beantragen.

Wie Gasser Reuters mitteilte, wollen sie bis Ende 2018 einen Bericht mit allgemeinen Empfehlungen über Blockchain-Regulierungen für die israelischen Beamte vorbereiten. Er erwartet, dass diese Aufzeichnungen im Jahr 2019 vom israelischen Parlament angenommen werden und bis Anfang 2020 in Kraft treten.

Reuters war bisher nicht imstande, einen detaillierten Kommentar der israelischen Vertreter einzuholen. Das Finanzministerium hat jedoch in einer Erklärung verdeutlicht, dass beide Länder sich darauf geeinigt haben, Anmerkungen zu Fintech-Regulierung, einschließlich Richtlinien zu Kryptowährungen und zur Bekämpfung der Geldwäsche, zu teilen.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, werden in Israel diverse Projekte durchgeführt, die auf die ein oder andere Art Blockchain-Technologien verwenden. Im Zuge dessen untersuche Selva Ozelli, eine internationale Steuerrechtsanwältin und Wirtschaftsprüferin, lokale Blockchain-Initiativen; beispielsweise eine offene Regierungsplattform für Wahlen, ein Blockchain-basiertes Drohnenregister und eine nationale Kryptowährung.

Die Schweiz adjustiert derzeit aktiv die geltenden Regulierungen, um Blockchain-Projekte in ihren Alltag zu integrieren. Im Zuge dieser Bemühungen hat das Land auch das sogenannte Crypto Valley im Kanton Zug gegründet, welches an diversen Blockchain-Lösungen arbeitet.

Im Juli fand in Zug erstmals eine Blockchain-basierte Abstimmung mit lokalen Technologieunternehmen statt, um herauszufinden, ob die Technologie auf einer höheren Regierungsebene eingesetzt werden kann. Dabei konnten Bürger über munizipale Projekte abstimmen. Der Test wurde trotz geringer Beteiligung zu einem Erfolg erklärt.

Darüber hinaus fördert die Schweiz aktiv Blockchain- und Kryptowährung-Startups. Im Juni bot die Hypothekarbank Lenzburg als erste Bank des Landes Geschäftskonten für solche Firmen an. Wie Cointelegraph im Juli schrieb, haben auch diverse andere Banken ihre Geschäfte seitdem für Unternehmen des Krypto-Sektors geöffnet.