Ein Richter genehmigte die Schließung von Terraform Labs im Rahmen des Konkursplans des Unternehmens in den Vereinigten Staaten.

Einem Bericht von Reuters vom 19. September zufolge hat Richter Brendan Shannon vom US-Konkursgericht für den Bezirk Delaware den Insolvenzplan von Terraform entsprechend genehmigt. Das Unternehmen beantragte im Januar Insolvenz nach Chapter 11 mit geschätzten Verbindlichkeiten und Vermögenswerten zwischen 100 und 500 Millionen US-Dollar.

Richter Shannon bezeichnete den Plan als „willkommene Alternative“ zu weiteren Rechtsstreitigkeiten, um die Verluste der Anleger auszugleichen. Das Insolvenzverfahren von Terraform wurde eingeleitet, nachdem die US-Börsenaufsicht (SEC) im Februar 2023 eine Klage gegen die Plattform und ihren Gründer Do Kwon eingereicht hatte.

Der Stein des Anstoßes

Als eine der ersten großen Krypto-Plattformen, die im Jahr 2022 scheiterte, wurde der Zusammenbruch von Terraform auf die Instabilität seines algorithmischen Stablecoins UST und andere Probleme des zugehörigen Blockchain-Netzwerks zurückgeführt. Andere Krypto-Unternehmen, darunter BlockFi, FTX und Celsius, meldeten im selben Jahr Konkurs an.

Im April 2024 befand ein Richter Terraform und Kwon für schuldig, Anleger betrogen zu haben. Später ordnete er an, dass die beiden Parteien der SEC rund 4,5 Mrd. US-Dollar an Bußgeldern und Zivilstrafen zahlen müssen.

In der Konkursanhörung vom 19. September gab Terraform an, dass es im Rahmen seines Abwicklungsplans zwischen 185 und 442 Millionen US-Dollar zahlen könnte, aber die Gesamtverluste der Firma seien „unmöglich zu schätzen“. Es ist unklar, wie viele der Terraform-Investoren mit einer Entschädigung rechnen können.

Sowohl das SEC-Verfahren als auch das Konkursverfahren wurden ohne Kwons persönliches Erscheinen fortgesetzt. Er wurde 2023 in Montenegro wegen der Verwendung gefälschter Reisedokumente verhaftet und verbüßte eine viermonatige Haftstrafe.

Bei Redaktionsschluss wartet Kwon weiterhin auf seine Auslieferung an die USA oder Südkorea, um sich dort einer möglichen Anklage zu stellen. Sein Fall pendelt seit Monaten zwischen den unteren und oberen Gerichten in Montenegro hin und her.

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