Der Direktor des russischen Geheimdienstes FSB warnt, dass terroristische Organisationen zunehmend über Kryptowährungen finanziert werden, wie das Nachrichtenportal RBK am 21. Mai berichtet.

FSB Chef Alexander Bortnikov erklärt dahingehend, dass die terroristischen Vereinigungen schon seit geraumer Zeit auf virtuelle Währungen setzen und dementsprechend in deren Nutzung erprobt sind. Gleichsam setzen sie bevorzugt verschlüsselte Kommunikationsmittel ein, um der Überwachung der Geheimdienste gänzlich zu entwischen. Bortnikov beschreibt dieses Phänomen, wie folgt:

„Elektronische Zahlungssysteme und Kryptowährungen werden immer häufiger von Terroristen genutzt, um Gelder von Ländern und Organisationen zu empfangen, die ihre Zwecke unterstützen.“

Laut Bortnikov speisen sich die Haupteinnahmequellen terroristischer Vereinigungen aus Menschenhandel und illegalem Verkauf von Öl.

Schon im April hatte ein Mitgründer des Krypto-Marktforschungsinstituts Chainanalysis davor gewarnt, dass die Terrorismusfinanzierung langsam, aber sicher Einzug in die Branche hält. Jonathan Levin ergänzte in diesem Zusammenhang, dass Hacker und kriminelle Personen dabei „mit großem Abstand“ Bitcoin (BTC) favorisieren, da die marktführende Kryptowährung in 95% der entsprechenden Straftaten involviert war.

Ein Bericht des U.N. Sicherheitsrates hat im März wiederum ergeben, dass Nordkorea durch Hackerangriffe bisher Gelder in Höhe von 670 Mio. US-Dollar stehlen konnte, wobei ein Teil dieser Summe in Kryptowährungen entwendet wurde.

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