Thailändisches Finanzamt plant Einsatz von Blockchain für Steuerzahlungen

Das thailändische Finanzamt beabsichtigt zukünftig Steuerzahlungen per Blockchain und Maschinellem Lernen abzuwickeln, wie die Bangkok Post am 5. November berichtet.

Ekniti Nitithanprapas, Direktor des Finanzamtes, sagte gegenüber Reportern, dass Blockchain-Technologie eingesetzt werden soll, um die Gültigkeit von Steuerzahlungen zu prüfen und gleichzeitig den Prozess der Steuerrückzahlungen zu beschleunigen.

Maschinelles Lernen soll hingegen genutzt werden, um Steuerbetrug aufzudecken und insgesamt mehr Transparenz zu schaffen. Des Weiteren meint Nitithanprapas weiter, dass eine vollständige Digitalisierung des Steuersystems oberste Priorität bei der Regierung hätte.

Nitithanprapas, der seit 2015 ebenfalls als Berater für internationale Wirtschaftsangelegenheiten beim Finanzministerium tätig war, wollte allerdings nicht verraten, ab wann die Behörde Blockchain implementieren möchte oder welche Plattformen dafür genutzt werden sollen.  

Das thailändische Finanzamt tut es damit dem Wirtschaftsministerium des Landes gleich, die im vergangenen Monat ihrerseits angekündigt hatte, dezentralisierte Systeme für die Bereiche Kopierschutz, Agrarwirtschaft und internationalen Zahlungsverkehr einzuführen. Der leitende Beamte, der für die Umsetzung dieser Vorhaben zuständig ist, verweist auf Blockchain-Machbarkeitsstudien, die der Technologie eine Reihe von Vorteilen zusprechen.

Thailands Finanzbranche bemüht sich ebenfalls, Blockchain-Netzwerke aufzubauen. Im Oktober ist die Siam Commercial Bank, die älteste Bank des Landes, eine Partnerschaft mit der Wirtschaftsberatung Accenture eingegangen, um entsprechende Lösungen für Supply-Chains zu entwickeln.

Im September hat sich die Kasikornbank, die viertgrößte Bank Thailands, zu einer Kooperation mit dem B2B Connect Programm von Visa entschieden, wodurch es den eigenen Firmenkunden ermöglicht werden soll, grenzübergreifende Zahlungen per Blockchain abzuwickeln.