Bitcoin konnte in den vergangenen Tagen wieder ordentlich zulegen, aber die Hintergründe des Aufschwungs lassen vermuten, dass es sogar noch weiter nach oben geht.

Trotz des heutigen Crashes geht es für den Bitcoin-Kurs weiterhin in Richtung 12.000 US-Dollar. Nachfolgend schlüsseln wir die drei hauptsächlichen Faktoren auf, die die Experten für den Aufwärtstrend verantwortlich machen.

1. Aktienmärkte im freien Fall

Wie Cointelegraph wiederholt berichtet hat, ist der Handelsstreit zwischen den USA und China ein regelrechter Segen für Bitcoin. 

Da sich die Lage immer mehr zuspitzt, zeigen die Aktienmärkte bereits deutliche Auswirkungen. Wie Investor Tim Draper anmerkt, ist der Dow Jones gestern um 2,9% abgerutscht, während es für den Nasdaq um 3,4% nach unten ging. Für den Dow Jones stand damit sogar der bisher schwächste Tag des Jahres zu Buche.

Im Gegensatz dazu konnte Bitcoin 3,2% zulegen. Dies ist umso wichtiger, da der jüngste Aufschwung den Abwärtstrend der letzten Wochen beendet hat. Noch vor einer Woche lag BTC lediglich bei 9.500 US-Dollar.

2. Investoren erkennen Bitcoin als Absicherung an

Da die Kursentwicklung von Bitcoin scheinbar gegenläufig zu den klassischen Aktienmärkten ist, bietet sich die marktführende Kryptowährung für Anleger als Absicherung an.

Wie der Krypto-Experte Jake Chervinsky heute schreibt, ist dies eine der zentralen Funktionen von Bitcoin, der darauf ausgelegt wurde, die Abhängigkeit vom Finanzsystem zu reduzieren.

„Bitcoin macht genau das, wofür er designt wurde“, so Chervinsky.

Diese These unterstreicht auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsberatung Agecroft Partners, der zuletzt gegenüber CNBC prognostizierte, dass Investmentfonds zukünftig vermehrt auf Bitcoin setzen werden, um sich gegen Unsicherheit und Inflation abzusichern.

3. Bitcoin profitiert vom Währungskrieg

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat sich in dieser Woche auch auf einen Währungskrieg ausgeweitet. Die US-Regierung verdächtigt Peking, bewusst den Kurs des chinesischen Yuans manipuliert zu haben, um diesen gegenüber dem US-Dollar abzuwerten.

Durch diese Abwertung soll sich China einen unfairen Vorteil im globalen Handel verschafft haben, wie der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin erklärte. China entgegnete daraufhin, dass die USA absichtlich die internationale Weltordnung zerstören würde.

Dieses Hin und Her baut letztendlich das Vertrauen in beide Währungen ab, weshalb der Vermögensverwalter Kyle Bass davon ausgeht, dass Bitcoin als lachender Dritter aus diesem Streit hervorgehen könnte.

Die Abwertung des Yuans könnte besonders für chinesische Anleger ein Risiko darstellen, weshalb aus der Region vermutlich bald beträchtliches Kapital in den Bitcoin fließt. So stellt Bass die rhetorische Frage:

„Wenn Sie zum Beispiel ein Anleger in China sind und sich in einem geschlossenen Währungssystem befinden, wohin wollen Sie sonst ausweichen?“

Wie Cointelegraph gestern berichtet hatte, stützt Jeremy Allaire, der Geschäftsführer des Krypto-Zahlungsdienstleisters Circle, diese Vermutung. Allaire ist sich sicher, dass chinesische Anleger vermehrt auf Bitcoin ausweichen werden, nicht zuletzt, weil Peking seine restriktive Haltung gegenüber Kryptowährungen zunehmend lockert. Als entscheidende Trumpfkarte sieht der Circle CEO, dass Bitcoin schlichtweg von überall aus zugänglich ist:

„Die Menschheit hat ein unabhängiges, sicheres Wertaufbewahrungsmittel [Bitcoin] entwickelt, das überall zugänglich ist, wo es Internet gibt.“

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