Drei weitere Länder schließen sich Sammelklage gegen Krypto-Werbeverbote an

Kryptowährungs- und Blockchain-Organisationen in der Schweiz, Kasachstan und Armenien haben sich kürzlich Russland , China und Südkorea bei der Einreichung einer Sammelklage gegen große Internet-Unternehmen angeschlossen, die Krypto-bezogene Werbung verboten hatten. Das geht aus einem Bericht der lokalen russischen Nachrichtenagentur RNS vom Freitag, 6. April, hervor.

Die Absicht, eine Sammelklage gegen die Tech-Giganten Google, Twitter und Facebook einzureichen, wurden am 27. März öffentlich. Zu den Organisationen, die die Beschwerde ursprünglich einreichten, gehören die Russische Vereinigung für Kryptowährung und Blockchain (RACIB), die Korea Venture Business Associations und LCBT, eine chinesische Vereinigung von Kryptoinvestoren.

Laut dem Präsidenten der RACIB Yury Pripachkin schließen sich nun Vereinigungen wie das Schweizer Fintech-Unternehmen InnMind, die armenische Blockchain-Vereinigung und die kasachische Blockchain- und Kryptowährungsvereinigung der Sammelklage an.

Die gemeinsame Klage soll im Mai 2018 in New York eingereicht werden. Das Geld für die Anwälte solle auf einer in Estland registrierten digitalen Wallet gesammelt werden, erklärte Pripachkin.

Am 30. Januar hat Facebook Werbung im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO) verboten und als Grund dafür "irreführende oder täuschende Werbepraktiken" genannt. Im März tat Google es dem Unternehmen gleich und kündigte an, dass ab Juni 2018 Krypto-bezogene Werbeanzeigen aller Art verboten werden. Ende März bestätigte Twitter, dass auch auf seiner Plattform Krypto-bezogene Werbeanzeigen, wie zum Beispiel für ICOs, Kryptowährungsbörsen und Wallet-Dienste verboten werden, sofern es sich nicht um öffentliche Unternehmen handelt.

Kürzlich hat John McAfee, Softwareentwickler und prominente Persönlichkeit in der Kryptowährungs-Community, offengelegt, dass er über 85.000 Euro pro Tweet für die Förderung von Kryptowährungsprojekten und verwandten Produkten verlangt. Und das, obwohl er zuvor geleugnet hat, dass seine Werbe-Tweets bezahlt werden müssen.