Bitcoin (BTC) fällt in den letzten 24 Stunden erneut um knapp 3 % und gibt einen Teil der gestrigen Kursgewinne wieder ab. Übergeordnet gibt es für die wertvollste Kryptowährung der Welt eine scharfe Korrektur von rund 12 % in den vergangenen sieben Tagen. Damit verliert BTC auch Year-to-Date über 7 %. Kurz vor dem Ende des Monats dürfte die Jahresperformance enttäuschend sein. Denn eigentlich überzeugte Bitcoin in der Vergangenheit mit einer bullischen Saisonalität in den ersten Monaten des Jahres nach dem Halving.

Kurzfristig kriselt es jedoch bei Bitcoin, der Markt wirkt angeschlagen. Wie Cointelegraph heute ebenfalls berichtete, haben neue US-Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko zuletzt eine Marktflucht ausgelöst. Investoren setzen verstärkt auf langlaufende US-Staatsanleihen, während Gold trotz seiner traditionellen Rolle als Krisenabsicherung innerhalb von zwei Tagen über 2 % fiel. Bitcoin bleibt in einem schwierigen Umfeld gefangen. Gleichzeitig mehren sich Zweifel an MicroStrategys Fähigkeit, weiterhin Kapital für Bitcoin-Käufe zu beschaffen. Die Aktie des Unternehmens fiel in einer Woche um fast 20 %. Der anstehende Verfall von Bitcoin-Optionen in Milliardenhöhe verstärkt die Unsicherheit weiter.

Der Markt zeigt eine extreme Angst – der Bitcoin-Fear-and-Greed-Index fiel zuletzt auf einen Wert von 21. 

Dennoch sehen Experten zunehmend gerade im Zuge der jüngsten Korrektur eine deutliche Kaufchance bei BTC.

Bitcoin stark überverkauft: Analysten sieht Rallye-Potenzial

Der führende Analyst Michaël van de Poppe referiert hier auf den Relative Strength Index (RSI) auf Tagesbasis für Bitcoin. Dieser technische Indikator misst die Stärke und Geschwindigkeit von Kursbewegungen und signalisiert Überverkauftheit unter 30 sowie Überkauftheit über 70. Laut van de Poppe liegt der aktuelle RSI auf einem Niveau, das in den letzten drei Jahren nur selten erreicht wurde – jeweils nach starken Markteinbrüchen. Er verweist auf Juni 2022 (LUNA-Crash), November 2022 (FTX-Pleite) und August 2023. Im Anschluss gab es immer eine starke Bitcoin-Rallye. Daraus leitet er ab, dass ein Markttief nahe ist und sich ein Bullenmarkt ankündigt. 


Nach einem neuen Bericht von Cointelegraph deutet die Market-Value-to-Realized-Value (MVRV)-Kennzahl darauf hin, dass Bitcoin seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Laut dem Krypto-Analysten und CEO von Assure DeFi, Chapo, könnte der MVRV-Wert in diesem Zyklus auf etwa 3,2 steigen. Dies würde signalisieren, dass der Markt noch ein weiteres bullisches Jahr vor sich hat, bevor der Höhepunkt erreicht wird. Historische Daten zeigen, dass Bitcoin bei einem MVRV-Wert in dieser Größenordnung oft sein zyklisches Top erreicht hat. Derzeit liegt der MVRV-Wert bei 1,95, während Bitcoin bei 84.416 US-Dollar gehandelt wird. So könnte noch deutliches Aufwärtspotenzial vorhanden sein.

So ist die MVRV-Kennzahl in der Vergangenheit meist vertikal angestiegen, wenn der Markt eine Spitze erreichte. Ein höherer Wert deutet darauf hin, dass immer mehr Investoren im Gewinn sind und potenziell verkaufen könnten, was letztlich dann den Höhepunkt des Zyklus markiert.

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