El Salvadors Präsident Nayib Bukele könnte bald US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus treffen. Zwar ist der Besuch noch nicht offiziell bestätigt, doch Bukele hat öffentlich erklärt, dass er zu einem Gespräch bereit ist. Diese Ankündigung sorgt für Aufmerksamkeit, weil sich beide Präsidenten in wichtigen Punkten ähneln. Vor allem in ihrer Haltung zu Bitcoin und zur inneren Sicherheit gibt es Überschneidungen. Ein Treffen würde nicht nur symbolische Bedeutung haben, sondern könnte konkrete Auswirkungen auf die künftige Politik beider Länder haben.
Bitcoin als Brücke zwischen El Salvador und den USA
El Salvador gilt seit 2021 als Vorreiter in Sachen Bitcoin. Präsident Bukele ließ Bitcoin damals als offizielles Zahlungsmittel einführen. Seitdem hat das Land rund 6.130 Bitcoin angehäuft. Diese werden als staatliche Reserve gehalten. Zusätzlich fördert Bukele gezielt Investitionen aus dem Kryptosektor. Unternehmen wie Tether oder Binance zeigen Interesse an dem Standort. Die Regierung von El Salvador setzt darauf, die Wirtschaft durch Kryptowährungen unabhängiger und moderner zu machen.
Auch Donald Trump nähert sich dem Thema Bitcoin an. Während seiner ersten Amtszeit äußerte er sich noch kritisch gegenüber Kryptowährungen. Inzwischen hat sich das geändert. Anfang März 2025 wurde bekannt, dass die US-Regierung unter Trump eine nationale Bitcoin-Reserve aufbauen will. Erste Schätzungen sprechen von etwa 200.000 Bitcoin, die sich im Besitz staatlicher Stellen befinden sollen. Damit sendet Trump ein klares Signal: Bitcoin könnte künftig eine größere Rolle in der US-Wirtschaftspolitik spielen.
Sicherheitsfragen als zentrales Gesprächsthema
Neben Bitcoin geht es beim möglichen Treffen auch um Sicherheitspolitik. Bukele hat in El Salvador eine massive Anti-Gang-Kampagne gestartet. Ziel ist es, die Aktivitäten krimineller Gruppen wie der »Mara Salvatrucha« einzudämmen. Diese Gruppen galten lange als unkontrollierbar. Bukeles Strategie ist hart. Inhaftierungen erfolgen oft ohne langwierige Verfahren. Kritiker werfen ihm vor, rechtsstaatliche Prinzipien zu verletzen. Befürworter hingegen verweisen auf sinkende Mordraten und mehr öffentliche Sicherheit.
Auch in den USA steht das Thema öffentliche Sicherheit weit oben auf der politischen Agenda. Trump lobte Bukeles Vorgehen bereits öffentlich. Anfang 2025 bedankte er sich bei ihm für die Zusammenarbeit in Migrationsfragen. El Salvador hat sich bereit erklärt, aus den USA abgeschobene venezolanische Gangmitglieder aufzunehmen. Diese werden im »Centro de Confinamiento del Terrorismo« untergebracht, einem Hochsicherheitsgefängnis mit modernster Überwachungstechnik. Die US-Heimatschutzministerin Kristi Noem besuchte die Anlage vor wenigen Wochen und zeigte sich beeindruckt vom Konzept.
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