Forscher der University of California schlagen Blockchain-System für klinische Daten vor

Wissenschaftler der University of California, San Francisco, haben eine Methode zur gemeinsamen Nutzung medizinischer Daten unter Verwendung eines Blockchain-basierten System vorgeschlagen. Der Bericht über die Forschungsergebnisse wurde am 22. Februar von der internationalen Forschungszeitschrift Nature veröffentlicht.

Berichten zufolge haben die Forscher ein Blockchain-System entwickelt, das die Rückverfolgbarkeit und Unveränderlichkeit der gesammelten klinischen Daten verbessern und vertrauenswürdiger machen soll. Darüber hinaus zielt das System darauf ab, Methoden zur Meldung unerwünschter Ereignisse während der Forschung zu verbessern und die Verwaltung der Krankenakten zu verbessern.

Während der Studie haben die Entwickler angeblich ein webbasiertes Portal eingerichtet, auf das alle Teilnehmer mit einem echten klinischen Studiendatensatz zugreifen können, was wiederum die Interaktion zwischen Patienten und klinischen Prüfern erleichtert. Die Autoren testeten außerdem das System auf bösartige Angriffe bezüglich der Datenintegrität mit realen medizinischen Aufzeichnungen.

Nachdem eine Transaktion durchgeführt wurde, werden Berichten zufolge alle zugehörigen Daten in einem neuen Block aufgezeichnet und dann mit dem SHA256-Algorithmus zusammengefügt und gehasht. "Die Datenspeicherung der Blockchain erfolgt durch Duplizieren und Verteilen der Chain und physische getrennte Maschinen und Data-Warehouses, die von der Regulierungsbehörde verwaltet werden sollen", erläutert der Bericht weiter.

Die Blockchain

Die Blockchain Quelle: Nature Communications

Wenn ein Benutzer bereits präsentierte Informationen ändern oder einen Fehler korrigieren muss, kann das System eine Aktualisierung durchführen, indem eine neue Transaktion mit den korrigierten Daten übermittelt wird, ohne dass alte Daten überschrieben werden.

Die Blockchain-Technologie wurde bereits von verschiedenen Organisationen im Gesundheitsbereich implementiert. Anfang dieses Monats hat die kanadische Einheit des amerikanischen Tech-Riesen IBM mit dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim zusammengearbeitet, um die Blockchain bei der Aufzeichnung klinischer Daten zu testen. Die Parteien wollen herausfinden, ob die Integration der Blockchain mit der Archivierung klinischer Daten das richtige Maß an Datenintegrität, Transparenz und Patientensicherheit bietet, zusätzlich zu Kostenreduzierung und zur Automatisierung von Prozessen.

Ebenfalls in diesem Monat hat das Blockchain-Technologieunternehmen Bitfury eine Partnerschaft mit dem Radiologie-Blockchain-Marktplatz Medical Diagnostic Web und dem Longeesis-Markt für Lebensdaten geschaffen, um eine Blockchain-basierte Plattform für die Pflege, gemeinsame Nutzung und Sicherung von medizinischen Bildgebungs- und Diagnosedaten wie Röntgenstrahlen und CT-Scans zu bieten.