US-SEC bestraft EtherDelta-Gründer wegen Betrieb von nicht-registrierter Wertpapierbörse

Die US-Wertpapier- und Börsenkommission SEC hat Zachary Coburn, dem Gründer der Krypto-Token-Handelsplattform EtherDelta, vorgeworfen, eine nicht registrierte Wertpapierbörse zu betreiben. Das geht aus einer Pressemitteilung der SEC vom Donnerstag, 8. November, hervor.

EtherDelta, ein sekundärer Marktplatz für den Handel mit ERC20-Token, ermöglicht Nutzern den Kauf und Verkauf digitaler Vermögenswerte über Orderbücher und Smart-Contracts auf Basis der Ethereum-Blockchain.

Laut der SEC haben die Nutzer von EtherDelta über einen Zeitraum von 18 Monaten über 3,6 Millionen Orders für Token aufgegeben. Darunter waren auch Token, die nach US-Bundesgesetzen als Wertpapiere gelten.

Die Regulierungsbehörde erklärte, dass die meisten Orders nach dem DAO-Bericht ausgeführt worden seien, den die SEC im Juni 2017 veröffentlicht hatte. Nach geltendem Recht sei EtherDelta verpflichtet gewesen, sich in den USA zu registrieren oder eine Befreiung zu beantragen; Die SEC erklärte jedoch, dass die Plattform dies nicht getan habe.

Laut der Regulierungsbehörde hat der EtherDelta-Gründer Coburn dies weder zugegeben noch geleugnet. Er hat sich allerdings bereit erklärt, zu kooperieren und dem Staat die illegalen Gewinne in Höhe von umgerechnet rund 264.000 Euro auszuzahlen. Darüber hinaus erklärte er sich bereit, umgerechnet Vorzugszinsen in Höhe von rund 11.500 Euro und eine Strafe in Höhe von rund 66.000 Euro zu zahlen. Die SEC erklärt auch, dass sie eine höhere Geldstrafe verhängt hätte, wenn Coburn nicht mit den Ermittlern zusammengearbeitet hätte.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, hat die SEC im Oktober den Wertpapierhandel der American Retail Group, Inc. aus Nevada wegen falscher Behauptungen ausgesetzt. Das Unternehmen soll behauptet haben, dass ihre Kryptowährungshandelsaktivitäten von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurden.

Anfang November berichtete die SEC, dass sie derzeit gegen "Dutzende" von betrügerischen Initial Coin Offerings (ICOs) vorgehe. Im jährlichen Bericht über durchgesetzte Maßnahmen für das Geschäftsjahr 2018 wurden mehrere illegale ICOs erwähnt. Von diesen sollen drei ICOs Anleger um insgesamt über umgerechnet rund 60 Mio. Euro betrogen haben.