Der US-Finanzminister Steven Mnuchin traf am Freitag, bei einem Treffen mit Wirtschaftsfunktionären in Washington, mehrere Aussagen über die internationale Verwendung digitaler Währungen.
Der Minister äußerte seine Bedenken darüber, dass Bitcoin Wallets (Bitcoin Geldbörsen) das Potenzial haben, das moderne Äquivalent zu den anonymen Schweizer Bankkonten zu sein. Er beabsichtigt, mit den G20 Nationen zusammenzuarbeiten, um amerikanische Verfolgungssoftware zur Verfügung zu stellen, um solche Missbräuche zu verhindern. Er sagte:
"Wenn Sie einen Bitcoin Wallet besitzen, hat die Firma, genauso wie eine Bank, die gleiche Pflicht, [Sie] zu kennen. Wir können diese Aktivitäten verfolgen. Der Rest der Welt besitzt diese Möglichkeit nicht, also wird einer der Punkte sein, dass wir sehr eng mit den G20-Nationen zusammenarbeiten und dies nicht zu einem Schweizer Bankkonto werden lassen."
Mnuchin scheint nicht klar zu sein, dass nicht jeder dieser Wallets bei "Firmen" bereitgestellt werden.
Wirtschaftsmeinung
Kryptowährungen- und Wirtschaftsexperten sind nicht sonderlich begeistert von der Idee, mehr Regulationen einzuführen. Sergei Sevriugin, CEO und Begründer der Risk-Sharing Platfrom REGA, zum Beispiel erzählte Cointelegraph:
"Ich bin der Meinung, dass durchaus Regulationen für Kryptowährungen existieren, Regulierungen durch die Gesellschaft und nicht von zentralen Autoritäten, welches die beste existierende Art von Regulation ist. Zentralisierte Regulationen wird die Idee von Kryptowährungen zerstören, und, ohne jedwede Kontrolle aus der Gesellschaft, wird eine zentralisierte Regulation zu Problemen führen, mitunter zu Korruption. Wir können uns alle an die letzte Bankenkrise 2008 erinnern, diese war unter vollständiger Kontrolle und Regulation. Um Kryptowährungen unter vollständiger Kontrolle zu legen, muss erst das Internet unter vollständige Kontrolle gelegt werden."
Sanktionen umgehen
Mnuchin hat außerdem das Potenzial betont, dass manche Länder durch digitale Währungen existierende Sanktionen umgehen könnten. Er äußerte den Glauben, dass ein geringes Risiko dafür bestehe. Er fügte hinzu, dass er nicht "allzu" beunruhigt sei, dass Länder wie Russland und Venezuela solch eine Richtung einschlagen würden.
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