Die Regierung von Usbekistan soll seinen Bürger den Kauf von Kryptowährungen verboten haben.
Nach Angaben der lokalen Nachrichtenplattform Novosti Uzbekistana vom 25. Dezember hat die Nationale Projektmanagementbehörde den Bürgern den Kauf von Krypto verboten. Das gilt auch für Käufe über etablierte Börsen.
Die Entscheidung kommt für viele überraschend, da das Land bisher eine relativ nachsichtige Haltung gegenüber digitalen Währungen an den Tag gelegt hat.
Im September 2018 unterzeichnete die Regierung des Landes eine Absichtserklärung zur Regulierung und Etablierung von Lizenzen für Kryptobörsen, Mining-Betriebe und Initial Coin Offerings.
Im selben Monat ordnete der usbekische Präsident Schawkat Mirziyoyev die Einrichtung eines staatlichen Blockchain-Entwicklungsfonds namens "Digital Trust" an. Im Juli letzten Jahres unterzeichnete er außerdem ein Dekret über die Entwicklung und Integration der Blockchain-Technologie in die öffentliche Verwaltung des Landes.
Einige Ausnahmen für aktuelle Krypto-Besitzer
Die neue Regulierung verbietet Bürgern zwar den Erwerb oder Verkauf von Kryptowährungen, erlaubt aber derzeitigen Besitzern von Kryptowährungen den Handel mit einigen Einschränkungen.
Usbekische Besitzer können ihre derzeitigen Anlagen an zwei lizenzierten Börsen verkaufen, nachdem sie Identitätsprüfungen durchgeführt haben. Damit soll Geldwäsche vermieden werden.
Die Transaktion und der Besitz von Krypto-Vermögenswerten, deren Herkunft nicht nachgewiesen werden kann, sind im Land illegal. Ein Bericht von Finance Magnates erklärt, dass sich das Gesetz als unwirksam erweisen könnte, da die Usbeken ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) nutzen könnten, um das Verbot zu umgehen und auf ausländische Kryptowährungshandelsplattformen zuzugreifen.
Länder auf der ganzen Welt haben sind in verschiedenen Aspekten hart gegen die Krypto-Branche vorgegangen. Einige Mitarbeiter in Indien haben sich für ein völliges Verbot aller digitalen Vermögenswerte eingesetzt.
Russische Finanzaufsichtsbehörden sollen ein Verbot planen, so dass Kryptowährungen nicht mehr für Waren und Dienstleistungen genutzt werden können. Einige Leute in der Branche bereiten sich auf das geplante harte Durchgreifen vor. Andere sagen, dass es schwierig sei, ein solches Verbot durchzusetzen. Es soll lediglich eine Reihe von "Schauprozessen" geben, die die Öffentlichkeit davon abhalten sollen, das Gesetz zu brechen.
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