Volvo: Kobalt für Elektroautos mit Blockchain überwachen

Der Automobilhersteller Volvo hat am 6. November angekündigt, dass er Kobalt für seine Autobatterien verwenden werde, der auf einer Blockchain überwacht wird. Letzten Monat hat das Unternehmen ein Elektromodell, den XC40 Recharge, vorgestellt.

"Transparentes und zuverlässiges gemeinsames Datennetz"

Volvo hat eine Vereinbarung mit seinen beiden Batterielieferanten CATL aus China und LG Chem aus Südkorea getroffen. 

Volvo erklärte dazu: 

"Die Blockchain-Technologie schafft ein transparentes und zuverlässiges gemeinsames Datennetz und erhöht die Transparenz der Rohstofflieferkette in beträchtlichem Maße. Die Daten zur Herkunft des Materials kann dabei nicht unbemerkt verändert werden."

Im Rahmen der Vereinbarung werden die beiden Unternehmen in den nächsten zehn Jahren Batterien an Volvo für die Produktion neuer Volvo- und Polestar-Modelle liefern und die benötigten Rohstoffe mittels Blockchain-Technologie überwachen.

Nachweis von konfliktfreiem Material

Mit der Initiative versucht Volvo nachzuweisen, dass das Material in den Batterien seiner Elektrofahrzeuge ohne Kinderarbeit gewonnen wird und aus konfliktfreien Regionen stammt. Die Beschaffungsleiterin von Volvo Cars Martina Buchhauser kommentierte dazu:

"Mit der Blockchain-Technologie können wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten den nächsten Schritt unternehmen, um eine vollständige Überwachung unserer Lieferkette und die Minimierung der damit verbundenen Risiken sicherzustellen."

Das geplante System wurde bereits im August von der Blockchain-Firma Circulor und dem Software-Riesen Oracle auf der Lieferkette von CATL getestet. Die Lieferkette von LG Chem wird hingegen vom Responsible Sourcing Blockchain Network sowie der Unternehmens-Blockchain-Firma R3 und dem Technologiekonzern IBM überwacht.

Die gespeicherten Daten auf der Blockchain umfassen Herkunft, Größe, Gewicht und Produktkette. Außerdem werden auch Informationen darüber gespeichert, ob die beteiligten Organisationen die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung festgelegten Richtlinien eingehalten haben.

Die Blockchain-Technologie wird im Allgemeinen zunehmend in die Überwachung von Lieferketten weltweit integriert. Wie Cointelegraph gestern berichtete, verwendet Coke One North America - das Technologieunternehmen, das den IT-Betrieb bei den Abfüllern von Coca Cola leitet - eine vom deutschen Softwareunternehmen SAP entwickelte Blockchain-Lösung für die Verwaltung seiner Lieferkette.