Die in Schieflage geratene Krypto-Sparplattform Voyager Digital hat vom zuständigen Insolvenzgericht grünes Licht bekommen, um 270 Mio. US-Dollar an geschädigte Nutzer auszahlen zu dürfen.

Wie das Wall Street Journal entsprechend am Donnerstag berichtet hat, hat Insolvenzrichter Michael Wiles zugestimmt, dass Voyager eine „hinreichende Begründung“ dafür geliefert hat, warum ein beträchtlicher Anteil der noch verfügbaren Barvermögen des Krypto-Unternehmens an dessen Anleger zurückgezahlt werden sollte.

Die betreffenden Gelder bei der Metropolitan Commercial Bank sollen sich auf 270 Mio. US-Dollar belaufen. Nachdem Voyager am 5. Juli Insolvenz beantragt hatte, wurden diese im Rahmen des Insolvenzverfahrens zunächst eingefroren.

Voyager-Chef Stephen Ehrlich hatte im Juli dann angekündigt, dass die Gelder bei der MCB im Rahmen des Insolvenzverfahrens schnellstmöglich an die Kunden ausgeschüttet werden sollten. Ursprünglich hatte die Plattform diesen Schritt bereits am 15. Juli beantragt.

Die Gesamtschuld der Voyager beläuft sich auf eine Summe kleiner als 10 Mrd. US-Dollar von knapp 100.000 Geldgebern, allerdings ist die Firma nicht das einzige Krypto-Unternehmen, das in den letzten Wochen und Monaten in Schieflage geraten ist. So sind unter anderem auch Celsius, Three Arrows Capital und BlockFi in den Abwärtsstrudel geraten.

Dabei ist vermeintliche Rettung für das wankende Unternehmen durchaus in Sicht, denn im Juli hatte die Alameda Research, eine Schwester der führenden Kryptobörse FTX, ein Kaufangebot zur Übernahme der Voyager gemacht.

Allerdings hat die Sparplattform dieses Angebot am 25. Juli mit der Begründung ausgeschlagen, dass damit nicht der „größtmögliche Wert“ für die Kunden erzielt werden könnte.

Insgesamt sollen bei Voyager Digital mittlerweile 88 Angebote von verschiedenen Interessenten eingegangen sein, von denen das Krypto-Unternehmen zurzeit mit mehr als 20 Parteien in „aktiven Gesprächen“ ist.

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