Der Server-Dienstleister Cloudflare hat den Start eines Ethereum Gateways bekanntgegeben, wie am 19. Juni aus einem entsprechenden Blog-Eintrag hervorgeht.

Laut Mitteilung gehört das neue Gateway zum Distributed Web Toolset des Anbieters und ermöglicht es Nutzern, „mit der Ethereum Blockchain zu interagieren, ohne zusätzliche Software installieren zu müssen.“

Dazu müssen Kunden lediglich ihren jeweiligen Hostnamen nutzen, um auf Ethereum zugreifen zu können. Hierüber können sie dann auch die Smart Contracts der Blockchain anwenden und in ihre eigenen Dienstleistungen einbinden. Außerdem kann das neue Tool ebenfalls mit dem Interplanetary File System (IPFS) kombiniert werden, das Cloudflare im September 2018 an den Start gebracht hatte. So heißt es:

„In Verbindung mit dem IPFS Gateway können unsere Kunden ihre Webseiten und Daten nun auf dezentralisierte Art und Weise hosten.“

Cloudflare ist sich bewusst, dass das eigene Gateway für eine größere Zentralisierung sorgt, was eigentlich dem Grundgedanken der Blockchain-Technologie widerspricht, nichtsdestotrotz sieht der Anbieter einen Vorteil im eigenen Service, da hierdurch umso mehr Unternehmen dezentralisierte Dienstleistungen bereitstellen können. Hierdurch wird das Ökosystem der Blockchain insgesamt gestärkt.

Dementsprechend gibt Cloudflare an, dass es Dezentralisierung befürwortet und mit dem Gateway einen Beitrag leisten will, um diese letztendlich voranzutreiben.

Das Problem der Zentralisierung wurde zuletzt im Zusammenhang mit dem Service von Infura heiß diskutiert, da das Unternehmen, das zum Ethereum-Inkubator ConsenSys gehört, eine Dienstleistung anbietet, die es Entwicklern von sogenannten DApps ermöglicht, ihre Software auf der Ethereum Blockchain einzustellen, ohne dafür einen eigenen Knotenpunkt betreiben zu müssen. Dementsprechend würden Entwickler, die die Infrastruktur von ConsenSys nutzen, indirekt zur Zentralisierung der Blockchain beitragen, was im Gegensatz zu deren ursprünglichen Grundsätzen steht.

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