Wieso Arbeitgeber Sie nicht in Kryptowährungen bezahlen können

Mithilfe jüngster Schlagzeilen, welche über den beträchtlichen Anstieg von Kryptowährungen berichteten, finden mehr und mehr Leute heraus, was Personen, die mit Bitcoin und anderen digitalen Währungen zu tun haben, schon lange wussten. Obwohl Volatilität konstant ist, gibt es trotzdem eine Möglichkeit, mit Bitcoin und anderen vergleichbaren nicht-physischen Formen von Geld reich zu werden.

Jetzt mögen Sie sich wundern, warum es denn nicht möglich sei, dass Ihre Arbeitsstelle Ihnen Ihren Lohn in Kryptowährung zahlt? Manche Arbeitgeber machen das tatsächlich - dazu kommen wir später. Aber zunächst lassen Sie uns vier Barrieren besprechen, welche die weitverbreitete Einführung dieser Zahlungsmethode verhindert.

1. Manche Gesetze erlauben nur Bar- oder Scheckzahlung

Eine der wichtigsten Vorschriften auf Bundesebene, welche Arbeitnehmerlöhne in den USA abdeckt, ist der "Fair Labor Standards Act" (FLSA). Das Gesetz sieht vor, dass Arbeitgeber wenigstens einen Teil ihrer Mindestlohnvoraussetzungen begleichen, in dem Sie Arbeiter mit Bargeld oder Schecks bezahlen - bis jetzt gehören Bitcoin-Zahlungen nicht dazu. Dasselbe gilt auch für Kompensation von Überstunden.

Außerhalb dieser föderalen Voraussetzungen für Mindestlohn und Überstunden können sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber jedoch auch auf andere Formen von Bezahlung einigen. Theoretisch könnten Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer teilweise mit Bargeld oder Scheck und einen weiteren zusätzlichen Teil mit Kryptowährungen bezahlen.

In manchen Staaten ist es allerdings nicht so unkompliziert. Zum Beispiel sind Delaware und Texas zwei von vielen Staaten, in denen Löhne nur mit US-Währung bezahlt werden können.

2. Kryptowährungen könnten als Wertpapiere erachtet werden

Die "Securities and Exchange Commission" (SEC) veröffentlichte eine Stellungsnahme über Kryptowährungen, um daran zu erinnern, dass Investments, welche mit diesen zusammenhängen, schnell geographische Grenzen überqueren können, ohne dass der Investor darüber etwas weiß. Dies erhöht das mögliche Risiko.

Außerdem kann die SEC letztendlich entscheiden, dass manche Kryptowährungen als Wertpapier vorgesehen sind. In diesem Fall müssten Arbeitgeber, zusätzlich zu den oben genannten Mindestlohn-Vorschriften, Gesetzen für Wertpapier einwilligen.

3. Arbeitgeber könnten skeptisch sein

Die schnellen Kursschwankungen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen könnten Arbeitgeber daran hindern, ihre Arbeiter mit diesen nicht-traditionellen Mitteln zu zahlen. Ebenso könnten sie sich auch denken, dass, sogar wenn die Zahl mehr und mehr wächst, nicht genügend Händler Kryptowährungen als Zahlung annehmen.

Jedoch erlaubt eine BitPay-Debitkarte Personen das Konvertieren von Beträgen aus ihrem Krytowährungs-Wallet zu Dollar innerhalb von Minuten. Leute können diese Währung überall verwenden, wo Visa akzeptiert wird. Diese Fähigkeit beseitigt das potentielle Problem, dass jemand Krytowährung besitzt, diese jedoch nicht ausgeben kann.

Die Karte bietet auch eine Schutzmaßnahme an, die den Besitzer vor einen wahrscheinlichen, plötzlichen Wertverlust von Kryptowährung warnt. In so einem Szenario können Leute schnell ihre Kryptowährungen konvertieren, um bedeutende Verluste zu verhindern.

4. Die steuerlichen Auswirkungen variieren von Land zu Land

Wenn ein Arbeitgeber regelmäßig Arbeiter, welche Einwohner in einem Land sind, jedoch Steuern in einem anderen zahlen, einstellt, könnten die von Land zu Land verschiedenen steuerlichen Betrachtungen von Kryptowährungen eine weitere Barriere für die Akzeptanz sein.

In Kanada, zum Beispiel, wird Einkommen durch Kryptowährungen als Tauschgeschäft gesehen. Unternehmen aus den USA müssen an Tagen, an denen Zahlungen getätigt werden, für die IRS den Wert von Kryptowährungen in Dollarbeträge umrechnen. Ebenso müssen alle Arbeitnehmer ihre Einkommen in Dollar dokumentieren, sogar wenn dieses in Bitcoin oder anderer Währung verdient wurde.

Abhängig vom Land kann das Dokumentieren von Einkommen durch Kryptowährungen für steuerliche Erfassung ein unkomplizierter Prozess sein. Allerdings könnten Unternehmen mit einem hohen Anteil internationaler Arbeitnehmer beschließen, dass das Herausfinden der Logistik zu viel zeitaufwendige Recherche benötigt. In diesem Fall könnten Arbeiter, welche darauf bestehen, in Kryptowährungen bezahlt zu werden, anbieten, die Einzelheiten selber herauszufinden und diese dem Arbeitgeber mitteilen.

Manche Unternehmen bezahlen ihre Arbeitnehmer mit Kryptowährung

Trotz der aufgeführten Herausforderungen leisten manche Unternehmen Pionierarbeit und zahlen ihre Angestellten mit Kryptowährungen. Bemerkenswerterweise ist dies für kein Unternehmen in den USA der Fall. Dementsprechend könnten manche aufgeführte Probleme für sie nicht relevant sein. Abgesehen von geographischen Unterschieden könnte eine steigende Anzahl von Unternehmen, welche Zahlungen an Angestellten mit Kryptowährungen akzeptieren, andere Instanzen ermutigen, den selben Weg zu folgen.

Ab Februar wird GMO Internet, ein japanisches Unternehmen, Teile der Löhne in Bitcoin auszahlen. Angestellte kriegen die Möglichkeit, ein Äquivalent von 890$ pro Monat in Bitcoin zu bekommen. Ein Vertreter des Unternehmens sagte, die Entscheidung, Bitcoins als Gehalt anzubieten, sollte das Unternehmen insgesamt dazu bringen, mehr darüber zu erfahren, wie Kryptowährungen funktionieren.

Ein weiteres zu beachtendes Unternehmen ist Buffer, ein Unternehmen, welches sich mit zeitsparenden Social-Media-Tools und Traffic Growth beschäftigt. Es zahlt einen ihrer Entwickler, welcher in Südafrika wohnt, einen Teil seines Gehalts in Bitcoins. In diesem Fall glaubt der Angestellte fest an das Potential von Bitcoin. Deswegen wollte er fünf Prozent seines Gehaltes in dieser Währung ausgezahlt bekommen.

Der Mann wendete sich an die zuständige Person und begann den Dialog. Danach vollendete er seine Recherche und fand ein Unternehmen, welches sich auf Gehaltsabrechnungen mit Kryptowährungen spezialisiert. Er ist ein gutes Beispiel eines Angestellten, welcher Initiative ergriff und ein positives Resultat bekam, obwohl das Unternehmen keine umfassenden Kryptowährungs-Zahlungen anbot.

Wenn ein Unternehmen sich bereits im Kryptowährungsmarkt befindet, ist es möglich, dass Arbeitnehmer während des Einstellungsprozesses gefragt werden, ob sie nicht auch physische Zahlungen akzeptieren. Diese Situation passierte in Bitedge, ein auf Sportwetten spezialisiertes Unternehmen aus Australien. Die Web Developer des Unternehmens bekommen 100 Prozent ihres Einkommes in Bitcoin ausgezahlt.

Die Zukunft sieht rosig aus

Wenn Sie unbedingt die Möglichkeit, in Kryptowährung bezahlt zu werden, wahrnehmen wollen, ist es wichtig, sich über die Volatilität des Wertes von Kryptowährungen sowie auch die Möglichkeit, dass Arbeitgeber nichts über digitale Formen von Zahlungen wissen, im Klaren zu sein. Sie könnten von Ihnen verlangen Einzelheiten zu recherchieren und Anleitungen darzubieten.

Je berühmter Kryptowährungen werden, desto einfacher ist es, Wege zu finden, um diese Hindernisse umzugehen. Sie können Ihre Stellung als ein frühzeitiger Kenner verstärken und sich in etwas involvieren, was eine Revolution in der Art, wie Arbeitgeber Kompensation ausgeben, sein könnte. 

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