Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Romer: Bitcoin und Co. haben ein Vertrauensproblem

Der Wirtschaftsnobelpreisträger von 2018 Paul Romer hat Kryptowährungen wie Bitcoin in der aktuellen Form als “Dealbreaker” bezeichnet, berichtete Cash.ch am 27. Februar.

Romer äußerte sich im Rahmen eines Vortrages auf dem am 26. und 27. Februar in Frankfurt stattfindenden Institutional Money Kongress neben anderen Themen auch zu Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie.

Während er der Blockchain-Technologie durchaus Zukunftsmöglichkeiten bescheinigt habe, sehe der Wirtschaftswissenschaftler laut Cash.ch bei Kryptowährungen “kaum Zukunft, sollten sie so weiter funktionieren wie heute”.

“Es ist unvorstellbar, ein System zu etablieren, in dem wir bloss einem Code vertrauen” wird Romer zitiert, und weiter, "das sind 'Dealbreaker' in solchen Systemen, die fallen dann in sich zusammen." Dabei habe Romer auf Fälle verwiesen, bei denen Personen Bitcoin zweimal ausgeben konnten. Ein erfolgreiches Zahlungssystem setze jedoch Vertrauen voraus, erklärte der Forscher weiter:

“Vertrauen ist in solchen Systemen immer notwendig. Und das Vertrauen wird immer abhängig davon sein, dass man die Personen kennt, die verantwortlich für solche Systeme sind. Mitsamt ihrer Reputation und Vergangenheit."

Auch andere renommierte Ökonomen sind bezüglich Kryptowährungen weiterhin skeptisch, allen voran Paul Krugman, ein weiterer Wirtschaftsnobelpreisträger. Ende Juli 2018 hatte Krugman sogar von der Möglichkeit gesprochen, dass Bitcoin komplett wertlos werden könnte.