Report: Frauenanteil unter Krypto-Investoren in Europa bei 20 Prozent

Neue Daten bestätigen, dass die Krypto-Community weiterhin von Männern dominiert wird. Das Geschlechterungleichgewicht ist jedoch möglicherweise weniger extrem als bisher angenommen.

Für einen am 31. Juli vom Fintech-Unternehmen Bitpanda und dem Marktforschungsunternehmen GlobalWebIndex veröffentlichten Bericht wurden zahlreiche Datenpunkte untersucht, um Einblicke zu europäischen Kryptoinvestoren zu gewinnen.

Einer von fünf europäischen Krypto-Investoren ist weiblich

Der Bericht weist darauf hin, dass frühere Untersuchungen bei Kryptoinvestoren einen Männeranteil von mehr als 90% ergeben hätten. Neue Analysen zeigten jedoch, dass die Geschlechterverteilung unter europäischen Kryptoinhabern 78% männlich und 22% weiblich ist.

Weiblichen Krypto-Investoren haben eine um 30% höhere Wahrscheinlichkeit, zu den Top-10%-Verdiendern zu gehören, gegenüber 16% bei ihren männlichen Kollegen, und eine um das 3,3-fache höhere Wahrscheinlichkeit als Frauen im Durchschnitt.

Sowohl weibliche als auch männliche Kryptoinvestoren weisen im Vergleich zu durchschnittlichen europäischen Frauen und Männern unterschiedliche Profile auf. Weibliche Krypto-Investoren sind 1,6x häufiger im Finanzbereich tätig als andere Frauen, im Vergleich zu männlichen Krypto-Investoren, die 2,6x häufiger als andere Männer in der Branche tätig sind. Sie arbeiten 2,3x häufiger im Marketing (im Vergleich zu 2,3x bei Männern) und 1,9x häufiger im Bankwesen (2,2x bei Männern). 

Was die Interessen betrifft, so behauptet der Bericht, dass weibliche Kryptoinhaber "sich von anderen Frauen stärker unterscheiden als männliche Krypto-Währungsinhaber von anderen Männern". Sie zeigen größere Unterschiede zu anderen weiblichen Internetnutzern als Männer bei Themen wie Computer, Programmierung, Technologie, Glücksspiel und Finanzen.

Bedeutung von London

Die Schlussfolgerungen des Reports bestätigen frühere Untersuchungen - ebenso wie mehrere Stereotypen, die sich in der Branche herausgebildet haben. 

In Bezug auf die geografische Verteilung gibt es in Europa mit jüngeren, wohlhabenderen und einer online-affineren Bevölkerung tendenziell mehr Kryptoinhaber. Die Schweiz weist mit 7% der Internetnutzer und 14% der Vermögenseigentümer die höchste Quote an Kryptoeigentümern in Europa auf.

Das Vereinigte Königreich belegt bei den Ländern mit dem höchsten Anteil an Kryptoinhabern nur den 11. Platz. London selbst hat mit dem Dreifachen der Durchschnittsrate die höchste Konzentration an Kryptoinhabern in ganz Europa. 

Eine Anfang dieses Monats veröffentlichte US-weite Umfrage ergab, dass 9% der Millennials Krypto als wichtigste langfristige Anlageoption erachten, was etwa dem Dreifachen älterer Generationen entspricht.