Zwei chinesische Krypto-Händler wegen Bitcoin-Betrug festgenommen

Zwei chinesische Krypto-Händler werden beschuldigt, eine illegale Bitcoin (BTC) Kreditvergabe betrieben zu haben, die den Kunden fälschlicherweise Zinsen für etwaige Einlagen versprochen hat. Dies geht am 22. Mai aus einem Bericht der chinesischen Zeitung Beijing News hervor.  

Wie es in dem Artikel heißt, haben die beiden Over-The-Counter Händler (also Handel außerhalb von Kryptobörsen) Yi Zhou und Xiang Li die Anleger dazu überredet, dass diese ihre Bitcoin-Vermögen bei den beiden Händlern einzahlen, um daraus einen Zinsertrag zu erwirtschaften. Mit dieser betrügerischen Masche konnten sie 7.000 BTC im Wert von 54,7 Mio. US-Dollar ergaunern. Die betrogenen Anleger waren stutzig geworden, nachdem die versprochenen Zinserträge seit April nicht mehr ausgezahlt wurden.  

Die beiden Betrüger sollen sich das Vertrauen der Anleger erschlichen haben, indem sie auf dem chinesischen Messenger-Dienst WeChat mehrere Chat-Gruppe betrieben hatten, in denen der An- und Verkauf von Kryptowährungen organisiert wurde. Wie die Zeitung angibt, hatten die chinesischen Strafverfolgungsbehörden bereits Ermittlungen gegen das Duo eingeleitet, wodurch beide Personen festgenommen werden konnten. Bisher ist allerdings unklar, ob es sich um einfachen Betrug handelt, oder ob Zhou und Li tatsächlich auch illegale Krypto-Kredite vergeben haben.

Wie Cointelegraph diesen Monat berichtete, hat WeChat Krypto-Transaktionen in seinen neuen Geschäftsbedingungen mittlerweile vollständig untersagt.

Der Geschäftsführer der Digital Currency Group hat gestern die Vermutung geäußert, dass der jüngste Aufschwung der Kryptomärkte mit dem eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und China zusammenhänge könnte.