Studie: 44% der europäischen Gesundheitsunternehmen haben keine Kenntnis von Blockchain

Nur wenige Unternehmen aus der europäischen Gesundheitsbranche sind mit den möglichen Vorteilen der Blockchain-Technologie vertraut. Dies geht am 6. Juni aus einer neuen Studie des amerikanischen Marktforschungsinstitutes International Data Corporation (IDC) hervor.

So geben 44% der befragten Gesundheitsunternehmen an, überhaupt keine Kenntnisse über die Blockchain-Technologie zu haben, während lediglich 12% einen möglichen Einsatz der Technologie zumindest untersuchen, wie das Portal Ledger Insights unter Berufung auf die IDC Studie berichtet.

Von diesen 12% arbeitet 1% bereits an einem bestimmten Blockchain-Projekt, weniger als 1% arbeitet schon an mehreren entsprechenden Projekten.

Blockchain Adoption by European Healthcare Organizations: IDC Survey

Quelle: Ledger Insights

Im Rahmen der Marktforschungsstudie „European Vertical Market Survey 2018 – 2019“ hat die IDC verschiedenste Daten zum Thema Blockchain erhoben, dabei wurden im Gesundheitswesen 290 europäische Unternehmen befragt.

Die Studie macht in der Gesundheitsbranche drei spezielle Anwendungsbereiche für die Blockchain-Technologie aus, die da wären: Transaktionsabwicklungen, Identitätsmanagement und die gemeinschaftliche Verwaltung von Patientendaten. Das Identitätsmanagement scheint dabei der Vorreiter zu sein, da 2% aller Projekte in diesem Zusammenhang stehen, während 6% der geplanten Projekte für diesen Anwendungsbereich vorgesehen sind.

Das Marktforschungsinstitut Data Foundation hat gestern in Zusammenarbeit mit der IT-Firma Booz Allen Hamilton eine eigene Machbarkeitsstudie für die Nutzung der Blockchain-Technologie in verschiedenen Branchen durchgeführt. Diese soll der amerikanischen Regierung als Hilfe dienen, um auszuwerten, in welchen Sektoren der Einsatz der Technologie sinnvoll ist. Die Studie führte dabei auch entsprechende Projekte des amerikanischen Gesundheitsministeriums an.

Das deutsche Pharmazieunternehmen Boehringer Ingelheim hat vergangene Woche derweil eine Zusammenarbeit mit der Blockchain-Plattform Solve.Care angekündigt, um ein Blockchain-Netzwerk für die gemeinschaftliche Nutzung von Patientendaten zu entwickeln.