Cointelegraph
Jordan Finneseth
Verfasst von Jordan Finneseth,Ehemaliger Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

Trotz drohendem Options-Ablauf – Experten bleiben zuversichtlich

Bitcoin könnte zwar unter 50.000 US-Dollar abrutschen, doch langfristig bleiben die Indikatoren positiv.

Trotz drohendem Options-Ablauf – Experten bleiben zuversichtlich
Marktupdate

Die Sorgen um den bevorstehenden Auslauf der Bitcoin-Optionen, die sich auf den Rekordwert von 6,1 Mrd. US-Dollar belaufen und damit so hoch sind wie noch nie, haben den Kurs von Bitcoin (BTC) in der Nacht auf 50.400 US-Dollar gedrückt.

Dieser weitere Abschwung ist allerdings wenig überraschend, denn einige Experten hatten bereits befürchtet, dass ein Rücklauf bis auf den Support von 47.000 US-Dollar im Rahmen des Möglichen ist. Obwohl der vorherige Aufwärtsdrang damit zunächst wohl versiegt ist, gibt es erste Indikatoren, dass die psychologisch wichtige 50.000-US-Dollar-Marke nicht unterschritten wird.

BTC/USDT 4-hour chart. Source: TradingView

Während die technischen Daten ein gemischtes Bild für die kurzfristige Kursentwicklung zeichnen, sind die Fundamentaldaten weiterhin klar positiv. So steigen inzwischen auch Staatsfonds und Rentenfonds vermehrt in die marktführende Kryptowährung ein. Dies ist ein Beleg für die zunehmende Adoption von Bitcoin und der Anlageklasse als Ganzes. Auch für Ether (ETH) werden immer mehr Investmentfonds gegründet, um die Nachfrage institutioneller Investoren abzudecken.

Schaden hält sich in Grenzen

Der deutsche Krypto-Analyst und Glassnode-Mitgründer Rafael Schultze-Kraft hatte schon am 23. März darauf hingewiesen, dass es für Bitcoin zunächst weiter abwärts gehen könnte, denn der realisierte Bitcoin-Kurs zwischen 51.100 und 54.000 US-Dollar (rote Umrandung, siehe Tweet unten) ist vergleichsweise niedrig. Falls die Marke von 50.000 US-Dollar doch unterboten werden sollte, sieht er jedoch bei 47.400 US-Dollar einen starken Support, der eine weitere Talfahrt verhindern könnte.

In einem weiteren Tweet vom Donnerstag bestätigt Schultze-Kraft deshalb, dass der zusätzliche Abschwung für ihn nicht unerwartet kommt, er aber nichtsdestotrotz zuversichtlich bleibt.

Dementsprechend schreibt Schultze-Kraft:

„An der Struktur hat sich nichts geändert. Ich habe bisher noch keinen langfristigen Indikator gesehen, der negativ ist.“

Auch der Liquid Supply deutet eine baldige Rückkehr zu alter Stärke an, denn die Kennzahl hat momentan ihren höchsten Stand seit mehr als 6 Monaten.

Änderung im Liquid Supply von Bitcoin. Quelle: Glassnode

Daran ist abzulesen, dass eine große Anzahl an BTC aus der verfügbaren Umlaufmenge abgezogen und in langfristige Wallets überführt wurden. Damit verringert sich einerseits das vorhandene Angebot, was den Kurs naturgemäß nach oben treiben sollte, während sich andererseits die langfristigen Absichten der Investoren erkennen lassen, was ebenfalls ein gutes Zeichen ist.

Altcoins rutschen ab

Der Großteil der Altcoins wurde derweil hart vom Abschwung des Marktführers getroffen, denn viele Anleger sahen sich genötigt, ihre Krypto-Vermögen abzuverkaufen, um ihre jüngst erzielten Gewinne nicht wieder direkt zu verlieren.

Marktvisualisierung von Coin360

Einer der wenigen Lichtblicke ist das Krypto-Projekt Aragon (ANT), das mit der Integration von DeFi und NFTs einen beträchtlichen Aufschwung von 50 % auf 13,56 US-Dollar schaffen konnte.

Holochain (HOT) und Balancer (BAL) konnten ihrerseits den Widrigkeiten trotzen und Zugewinne von 5,2 % und 6,4 % einfahren.

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen beläuft sich derweil auf 1,62 Bio. US-Dollar, wovon 59,4 % Marktanteil auf Bitcoin entfallen.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder -empfehlungen dar. Jede Investitions- und Handelsentscheidung ist mit Risiken verbunden, und Leser sollten ihre eigenen Recherchen durchführen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Obwohl wir uns bemühen, genaue und zeitnahe Informationen bereitzustellen, übernimmt Cointelegraph keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Zuverlässigkeit der in diesem Artikel enthaltenen Informationen. Dieser Artikel kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Cointelegraph haftet nicht für Verluste oder Schäden, die aus dem Vertrauen auf diese Informationen entstehen.