Alfa-Bank lanciert Bank-as-a-Service-Plattform auf Waves-Blockchain

Die X5 Retail Group und die Alfa-Bank bieten künftig gemeinsam einen auf der Waves-Blockchain basierenden Liquiditätsmanagement-Service in Russland an.

Laut einer Pressemitteilung der Bank vom 12. September ermöglicht der Distributed Treasury and Cash Management (DTCM) genannte Dienst Firmenkunden der Alfa-Bank innerhalb der Holding das Management von Zahlungen sowie von Kredit- und Einlagenprodukten und Liquiditätspools an.

BaaS für Unternehmenskunden

Die Partner beschreieben den Service als "Schnittstelle zum Bank-as-a-Service (BaaS)-Modell für Unternehmen". Der Direktor des Bank Center for Innovations Research and Development der Alfa-Bank Denis Dodon sagte dazu:

"Der Hauptunterschied zwischen DTCM und anderen auf dem Markt erhältlichen Angeboten besteht nicht nur in der Bereitstellung eines Kanals für die Übermittlung von Aufträgen an die Bank, sondern auch in der Möglichkeit, die Geschäftslogik des Produkts zu gestalten und tatsächlich eine für Kunden komfortable Bank zu schaffen".

Implementierung der Waves Enterprise Blockchain

Im Gegensatz zum traditionellen Banking ermöglicht das BaaS-Modell Kunden, den Service individuell anzupassen. DTCM wird auf der Waves Enterprise Blockchain-Plattform gehostet und verwendet dafür Smart Contracts.

Die CFO der X5 Retail Group, Svetlana Demyashkevich, beschreibt die Vorteile wie folgt:

"Die gemeinsam mit Alfa-Bank und Waves Enterprise gesammelten Erfahrungen stellen einen neuen Maßstab in der Zusammenarbeit mit Banken dar: Wir erhalten eine einheitliche Treasury-Anwendung, verbessern das Datenmanagement und senken Kosten und operationelle Risiken."

Demyashkevich erklärte außerdem die Absicht, mit X5 den Einsatz der Distributed Ledger-Technologie (DLT) auf die Prozessoptimierung auszudehnen. Die Technologie werde künftig "in anderen Formen der Interaktion mit Partnern wie Zahlungen, Inkasso und optimierter Zusammenarbeit mit Versicherungsgesellschaften eingesetzt".

Wie Cointelegraph heute Morgen berichtete, hat die spanische Großbank Banco Santander die angeblich erste End-to-End-Blockchain-Anleihe ausgegeben.