Laut Statistiken werden weltweit pro Tag fast 5 neue Krypto-Geldautomaten installiert

Die Anzahl der weltweit installierten Krypto-Geldautomaten (ATMs) hat die Marke von 4.000 überschritten. Dies geht aus den Daten des Industriestatistik-Aggregators Coin ATM Radar hervor.

Das derzeitige Wachstumstempo liegt laut der Coin ATM Radar Skala bei 4,9 neuen Geldautomaten pro Tag — trotz des langanhaltenden Bärenmarktes ein Höchstwert.

Krypto-ATM Installationsgeschwindigkeit. Quelle: coinatmradar.com

Von den insgesamt 4167 Krypto-Geldautomaten weltweit befinden sich 71,8 Prozent in Nordamerika — 56 Prozent in den USA und 15 Prozent in Kanada — 23 Prozent in Europa und 2,6 Prozent in Asien. 1,3 und 1,1 Prozent befinden sich in Ozeanien bzw. Südamerika und nur 0,2 Prozent in Afrika.

Innerhalb Asiens hat Hongkong den größten Anteil an Geldautomaten (0,8 Prozent der Maschinen weltweit), während es in Europa Österreich (6,4 Prozent) ist, dicht gefolgt von Großbritannien (4,8 Prozent).

Den Daten zufolge stiegen die Installationen in den Vereinigten Staaten von 1.216 am 1. Januar 2018 auf 2.475 (heute) an — also1.259 neue Geldautomaten in etwas mehr als einem Jahr. Kalifornien hat mit 473 Maschinen die höchste Zahl aller Bundesstaaten, gefolgt von Illinois mit 250.

Während die große Mehrheit der 4167 Krypto-Geldautomaten weltweit Bitcoin (BTC) unterstützen — 99,9 Prozent oder 4162 — kann man bei 64,6 Prozent eine oder mehrere Altcoins verwenden.

Diese umfassen eine Unterstützung von 59,5 Prozent für Litecoin (LTC), 49,3 Prozent für Ethereum (ETH) und 33,9 Prozent für Bitcoin Cash (BCH). Dash (DASH) wird von 17,9 Prozent der Geldautomaten unterstützt, während Monero (XMR), Dogecoin (DOGE) und ZCash (ZEC) jeweils von 3 Prozent oder weniger Unterstützung finden.

Auffällig ist, dass in den weltweiten Statistiken von Coin ATM Radar Indien nicht erwähnt wird. Wie im vergangenen November berichtet, wurden die Entwickler des ersten Bitcoin-Geldautomaten des Landes in Bangalore wegen seines „ATM“ -Labels in Gewahrsam genommen, da es sich bei dem Automaten nicht um einen Geldautomaten handelte, sondern um ein Gerät, das Krypto-Nutzer dazu befähigen sollte, Bankwege zu umgehen.

Die Festnahmen erfolgten nach dem Verbot der Zentralbank Indiens (RBI) aus dem Frühjahr 2018 gegenüber Banken, mit Krypto-bezogenen Firmen Geschäfte zu machen.

Anfang dieses Monats berichtete Cointelegraph, dass der Bitcoin-Geldautomatenhersteller Lamassu aufgrund von Regulierungsschwierigkeiten in anderen Ländern in die Schweiz umgezogen ist. Lamassu wies darauf hin, dass seine Anträge auf Eröffnung eines Kontos von 15 Banken abgelehnt wurden, weil sie Terminals für Bitcoin herstellen, obwohl das Unternehmen nicht am Handel oder der Lagerung von Kryptowährungen beteiligt ist.