Argo Blockchain: Nur noch direktes Mining - Kosten um 35 Prozent reduzieren

Die britische Kryptowährungs-Mining-Anbieter Argo Blockchain kündigte an, dass er sein Geschäft im Rahmen einer großen Kostensenkungsmaßnahme neu ausrichten werde, wie aus einer Aktualisierung der Strategie vom 15. Februar hervorgeht.

Argo, das seinen Hauptsitz in London hat und über Filialen in Quebec verfügt, sagte, dass es seinen Mining-as-a-Service (MaaS)-Betrieb bis April einstellen würde. Das Unternehmen wolle sich ausschließlich auf das Direkt-Mining konzentrieren.

MaaS-Betreiber ermöglichen Kryptowährungs-Mining auf geliehener Hardware per Fernzugriff. Argo erklärte seine Entscheidung mit dem anhaltenden Rückgang der Bitcoin (BTC)-Kurse und der damit verbundenen geringeren Rentabilität beim Mining. Das habe dazu geführt, dass es seine Kostenstruktur verschlankt habe.

"Die Umstrukturierung der Mining-Infrastruktur und des Kapitals wird voraussichtlich profitabel sein, nachdem die Rohstoffkosten der Lieferanten erheblich gesenkt wurden", so die Aktualisierung. Außerdem heißt es:

"Es wird erwartet, dass die Restrukturierungsmaßnahmen und die strategische Neuausrichtung die Kosten insgesamt reduzieren und in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu einem Ausgleich des Umsatzes vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen führen."

Neben dem Verzicht auf MaaS will Argo die Kosten um mehr als ein Drittel senken, um sein Ziel im Hinblick auf die Profitabilität zu erreichen.

CEO und Mitbegründer Mike Edwards fasste zusammen:

"Obwohl es enttäuschend ist, diese Verlagerung vorzunehmen, nachdem wir in den ersten sechs Monaten unseres Konsumgeschäfts ein Wachstum erzielt haben, das besser als erwartet war, müssen wir vorsichtig sein und entschlossen handeln. Denn wir wollen den Abschwung zu überstehen und in einer starken Ausgangslage sein, wenn sich die grundlegenden Bedingungen in der Branche verbessern."

Bitcoin-Mining hat ein herausforderndes Jahr hinter sich, in dem verschiedene Unternehmen aufgrund der sinkenden Kurse Probleme hatten. Anfang Freitag berichtete Cointelegraph über die jüngsten Umsätze von Nvidia. Dabei wurde die Entwicklung des Unternehmens durch den Krypto-Winter erheblich beeinträchtigt.