Australisches Finanzamt berichtet von neuer Betrugsmasche

Das australische Finanzamt (ATO) hat kürzlich eine Warnung über eine neue Art von Betrug ausgegeben. Bei diesem Betrug wird eine Steuerschuld im Namen des ATO vorgetäuscht und eine Steuerzahlung über Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen verlangt. Das geht aus einem am 14. März aktualisierten öffentlichen Bericht hervor.

In der Warnung erklärte der stellvertretende Beauftragte der ATO Kath Anderson, dass die neue Art von Betrug erstmals im Jahr 2017 beobachtet wurde. Die ATO-Betrüger behaupteten, dass nun neue Steuerzahlungsmethoden, wie zum Beispiel digitale Währung, akzeptiert werden.

Laut Anderson gelang es den Betrügern, im Jahr 2017 umgerechnet über 40.000 Euro in BTC als "Steuerzahlung" zu erbeuten. Anderson betonte, dass es unmöglich sei, verlorene Kryptowährung von den Betrügern zurückzubekommen. Damit hebt er die anonyme Natur hervor:

"Betrüger passen ihre Methoden ständig an, um ihnen möglichst tief in die Tasche zu greifen. Leider war es unvermeidlich, dass sich Betrüger angesichts der aktuellen Popularität und Anonymität auch auf Kryptowährungen stürzen."

Der Bitcoin-Betrag, der dabei verloren ging, ist jedoch im Vergleich zu anderen Steuerbetrügereien ziemlich niedrig. Das ATO berichtet, dass im Jahr 2017 umgerechnet etwa insgesamt 1,9 Euro verloren gingen. Das geht aus über 80.000 Berichten hervor, die bei der Behörde eingingen. Das ATO gab der Öffentlichkeit am Ende ihrer Warnung Tipps, wie man ähnliche Betrügereien vermeiden kann.

In anderen Krypto-bezogenen Betrügereien sind Betrüger neuerdings dazu übergegangen, Twitter zu nutzen, um Geld zu stehlen. Dabei geben sie sich als berühmte Menschen, wie zum Beispiel als Milliardär Elon Musk und Litecoin-Schöpfer Charlie Lee aus und verkünden falsche Giveaways.

Am 2. März gab das ATO bekannt, dass es Steuersünder ausfindig machen wolle, die sich in diesem Jahr der Zahlung von Steuern auf ihre Kryptowährungstransaktionen entziehen. Im Mai 2017 bestätigte die australische Regierung, dass sie Bitcoin "genauso wie Geld" behandeln würde und dass er nicht mehr doppelt besteuert werde.