Bank of America interessiert sich für Ripple

Die zweitgrößte Bank der Vereinigten Staaten hat offenbar einen Spezialisten für die Implementierung des blockchainbasierten Zahlungsnetzwerks Ripple eingestellt.

Produktmanager für das Ripple-Team

Laut einer Jobbeschreibung im Karrierenetzwerk LinkedIn nimmt die Bank of America (BoA) seit dem 10. Oktober keine Bewerbungen mehr für die auf Ripple ausgerichtete Rolle an.

" Diese Rolle übernimmt das Produktmanagementteam für das Ripple Project, eine dezentrale, auf Distributed Ledger-Technologie basierende Lösung für grenzüberschreitende Zahlungen, welche an GTS-Kunden vermarktet wird", schreibt die Bank. In der Stellenbeschreibung heißt es weiter: 

"Der Verantwortliche wird für die Produktstrategie und das Produktwachstum, die täglichen Produktmanagement-Routinen und die Entwicklung neuer Initiativen verantwortlich sein, um ein innovatives und hoch konkurrenzfähiges Produktspektrum zu schaffen."

Der Schritt ist ein Hinweis darauf, dass sich BoA der wachsenden Zahl von Banken anschließt, die Ripple auf dem Schirm haben. Im Juli hatte die Bank bereits ein Patent im Zusammenhang mit Ripple angemeldet.

Öffnung gegenüber Kryptowährungen?

Trotz ihrer Größe vertritt die Bank gegenüber Kryptowährungen seit jeher eine ablehnende Haltung. Die Nutzung von Bankkonten für Transaktionen mit Krypto-Bezug wird seit Jahren blockiert.

In 2019 deutet sich aber eine Neubewertung dieser Haltung an. Wie Cointelegraph berichtete, hat meldete die BoA im August ein Patent für ein Krypto-Wallet an und hat sich inzwischen auch der Marco Polo Blockchain-Handelsplattform von R3 angeschlossen.

In der Stellenausschreibung für das Ripple-Team wieß die Bank aber auch darauf hin, dass Kenntnisse zu Kryptowährungen nicht zwingend erforderlich seien.