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Vince Quill
Verfasst von Vince Quill,Redaktionsautor
Sam Bourgi
Geprüft von Sam Bourgi,Redaktionsautor

Bitcoin: Mining-Difficulty fällt um 11 Prozent – Größter Rückgang seit 2021

Wegen des schwachen Kryptomarktes und einem Wintersturm in den USA wird die Mining-Difficulty von BTC erstmals wieder so stark korrigiert wie 2021.

Bitcoin: Mining-Difficulty fällt um 11 Prozent – Größter Rückgang seit 2021
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Die Mining-Difficulty des Bitcoin-Netzwerks, eine Kennzahl, die den relativen Schwierigkeitsgrad beim Hinzufügen neuer Blöcke zur Blockchain von Bitcoin (BTC) ausweist, ist in den letzten 24 Stunden um etwa 11,16 % gefallen. Dies ist der stärkste Rückgang in einer einzelnen Anpassung seit Chinas Mining-Verbot im Jahr 2021.

Der Schwierigkeitsgrad für das Mining von Bitcoin liegt demnach nun bei 125,86 T und trat laut Daten von CoinWarz bei Block 935.429 in Kraft. Die durchschnittliche Blockzeit beträgt etwa 9,47 Minuten und liegt damit leicht unter dem Zielwert von 10 Minuten.

Laut CoinWarz wird die Difficulty bei der nächsten Anpassung am 20. Februar voraussichtlich wieder um etwa 5,63 % auf 132,96 T steigen.

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Bitcoin Mining-Difficulty. Quelle: CoinWarz

China kündigte bereits 2021 ein Verbot von Krypto-Mining an und begann im damaligen Mai mit der Durchsetzung von Maßnahmen gegen digitale Vermögenswerte, was laut historischen Daten von CoinWarz zwischen Mai und Juli 2021 zu mehreren Abwärtskorrekturen der Schwierigkeit zwischen 12,6 % und 27,9 % führte. 

Die aktuelle starke Abwärtskorrektur erfolgte derweil vor dem Hintergrund eines allgemeinen Abschwungs auf dem Kryptomarkt, der den Kurs von Bitcoin um über 50 % von seinem Allzeithoch von über 125.000 US-Dollar auf einen Tiefststand von nur noch 60.000 US-Dollar fallen ließ, sowie eines Wintersturms in den USA, der zu vorübergehenden Ausfallzeiten bei den Minern führte. 

Wintersturm trifft US-Miner

Im Januar fegte ein schwerer Wintersturm über die Vereinigten Staaten hinweg und traf 34 Bundesstaaten auf einer Fläche von 2.000 Quadratmeilen mit Schnee, Eis und eisigen Temperaturen, die das Stromnetz großflächig lahmlegten.

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Wintersturm Fern betraf weite Teile der USA. Quelle: AccuWeather

Die Störung des Stromnetzes führte auch dazu, dass US-amerikanische Bitcoin-Miner ihren Energieverbrauch vorübergehend drosselten und den Betrieb einstellten, wodurch sich die gesamte Netzwerk-Hashrate, also die von Minern zur Sicherung des Bitcoin-Protokolls aufgewendete Rechenleistung, verringerte.

Foundry USA, ein in den USA ansässiger Mining-Pool und der weltweit größte Mining-Pool gemessen an der Hashrate, verlor während des Wintersturms kurzzeitig etwa 60 % seiner Rechenleistung.

Die gesamte Hashing-Power des Mining-Pools sank aufgrund des Sturms von fast 400 Exahashes pro Sekunde (EH/s) auf etwa 198 EH/s. 

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Marktanteile der Bitcoin-Mining-Pools. Quelle: Hashrate Index

Die Hashrate von Foundry USA hat sich inzwischen jedoch auf über 354 EH/s erholt, was der Hashing-Power des Mining-Pools zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels entspricht, und laut Hashrate Index immer noch einen Marktanteil von 29,47 % ausmacht.

Allerdings sank die gesamte Hashrate des Bitcoin-Netzwerks im Januar trotzdem auf ein Viermonatstief, da sich die Bedingungen auf dem Kryptomarkt verschlechterten und Miner ihre Aktivitäten auf KI-Rechenzentren und andere Formen des Hochleistungsrechnens verlagerten.

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