Das Suchvolumen bei Google für den Begriff „Bitcoin“ stieg in der vergangenen Woche sprunghaft an, als der Kurs der Kryptowährung erstmals seit Oktober 2024 kurzzeitig auf einen Tiefstand von nur noch 60.000 US-Dollar fiel.
Vorläufige Daten von Google Trends zeigen, dass die weltweiten Suchanfragen nach „Bitcoin“ in der Woche ab dem 1. Februar einen Wert von 100 erreichten, den höchsten Stand in den letzten 12 Monaten.
Der bisherige Höchststand lag bei 95 Punkten in der Woche vom 16. bis 23. November, als Bitcoin (BTC) zum ersten Mal seit fast sechs Monaten unter die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US-Dollar fiel.

Das Suchinteresse bei Google ist einer von mehreren Indikatoren, die von Krypto-Analysten häufig verwendet werden, um das Interesse von Privatanlegern an Bitcoin und dem breiteren Kryptomarkt zu messen. Dieses Interesse steigt in der Regel bei bedeutenden Kursbewegungen, insbesondere bei starken Kursanstiegen auf neue Allzeithochs oder plötzlichen Einbrüchen.
Der Anstieg kommt, nachdem Bitcoin laut CoinMarketCap innerhalb von fünf Tagen von etwa 81.500 US-Dollar am 1. Februar auf rund 60.000 US-Dollar gefallen war, bevor der Kurs bis Redaktionsschluss wieder auf 70.740 US-Dollar stieg.

Einige Marktbeobachter vermuten, dass die aktuelle Preisspanne erneut die Aufmerksamkeit eines breiteren Publikums an Privatanlegern auf sich ziehen könnte. André Dragosch, Leiter von Bitwise Europe, schrieb am Samstag in einem Beitrag auf X entsprechend: „Der Privathandel kommt zurück.“
Unterdessen erklärte Julio Moreno, Forschungsleiter bei CryptoQuant, am Samstag in einem Beitrag auf X, dass US-Anleger Bitcoin bereits wieder kaufen, nachdem der Kurs 60.000 US-Dollar erreicht hat. „Das Coinbase Premium ist nun zum ersten Mal seit Mitte Januar wieder positiv“, so Moreno.
Andere Indikatoren deuten jedoch darauf hin, dass Anleger gegenüber dem Kryptomarkt weiterhin vorsichtig sind. Das Stimmungsbarometer Crypto Fear & Greed Index fiel am Samstag erneut auf einen Wert von 6 Punkten, was einer „extremen Angst“ entspricht und einem Niveau nahekommt, das seit Juni 2022 nicht mehr erreicht wurde.
Der Rückgang des Stimmungsindikators auf ein derart niedriges Niveau hat einige Marktteilnehmer zu der Annahme veranlasst, dass dies womöglich eine Kaufgelegenheit signalisieren könnte.
Der Krypto-Analyst Ran Neuner schrieb am Freitag in einem Beitrag auf X: „Alle Kennzahlen deuten darauf hin, dass Bitcoin relativ gesehen noch nie so unterbewertet war wie heute.“

