Ein New Yorker Bundesgericht hat angeordnet, dass der Kryptowährungs-Hedgefonds Gelfman Blueprint, Inc. (GBI) und sein CEO Nicholas Gelfman mehr als 2,17 Millionen Euro für den Betrieb eines betrügerischen Schneeballsystems zahlen müssen, heißt es in einer am 18. Oktober veröffentlichten offiziellen Ankündigung.
GBI ist ein in New York ansässiges Unternehmen mit dem Fokus auf (BTC) Hedgefonds, das 2014 gegründet wurde. Wie auf der Website des Unternehmens angegeben, wurden bis 2015 85 Kunden und 2.367 BTC verwaltet.
Die Anordnung ist die Fortsetzung der ersten Anti-Betrugs-Klage der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gegen GBI im September 2017. Die CFTC hat GBI beschuldigt, angeblich von 2014 bis 2016 ein Schneeballsystem betrieben zu haben, indem sie Investoren erzählten, dass sie einen Computeralgorithmus namens "Jigsaw" entwickelt haben, der erhebliche Erträge durch einen Rohstofffonds ermögliche. In Wirklichkeit war das gesamte System ein Betrug.
Laut der Ankündigung haben GBI und Gelfman durch diesen Betrug über 520.000 Euro von mindestens 80 Kunden eingenommen. Außerdem täuschte Gelfman einen Hackerangriff vor, um die Handelsverluste des Systems zu verbergen. Dies führte schließlich zum Verlust fast aller Kundengelder.
Der aktuelle Anordnung fordert GBI und Gelfman, über 2,17 Millionen Euro an zivilen Geldstrafen und Restitutionen zu zahlen. GBI und Gelfman werden zur Zahlung von 482.827 Euro und 428.280 Euro an Kunden und 1.613.670 Euro bzw. 154.492 Euro an zivilen Geldstrafen verurteilt.
James McDonald, der Direktor der CFTC, sagte, dass "dieser Fall einen weiteren Sieg für die Kommission im Bereich der Durchsetzung virtueller Währungen bedeutet. Wie diese Reihe von Fällen zeigt, ist die CFTC entschlossen, schlechte Akteure in diesen virtuellen Devisenmärkten zu identifizieren und sie zur Rechenschaft zu ziehen."
Letzten Monat reichte die CFTC beim US- Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Texas eine Klage gegen zwei Personen wegen der angeblich betrügerischen Einnahmen von BTC ein. Die Angeklagten Morgan Hunt und Kim Hecroft betrieben zum Zeitpunkt der Klage zwei betrügerische Geschäfte, bei denen sie ihre Investoren dazu verleiteten, in Fremdwährungskontrakte wie Forex, binäre Optionen und Diamanten zu investieren.
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