Ex-Vorsitzende der US-Zentralbank: Bitcoin ist „alles andere“ als nützlich

Bitcoin ist „alles andere“ als ein nützliches Wertaufbewahrungsmittel, wie Janet Yellen, ehemalige Vorsitzende der amerikanischen Zentralbank Fed, in einem Interview meint. Dies berichtet der kanadische Finanzinformationsdienst Kitco am 29. Oktober.

In ihrem Live-Interview auf dem Canada FinTech Forum 2018 in Montreal erneuerte Yellen ihre Kritik an der Kryptowährung. Schon im Vorjahr hatte sie in der Krypto-Community Bekanntheit erlangt, als ein Zuschauer, während ihrer Aussage vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen, ein Schild mit der Aufschrift „kauft Bitcoin“ hochhielt.

„Normalerweise geht man davon aus, dass wenn ein Finanzmittel als Währung funktionieren will, es eine stabile Wertaufbewahrung gewährleisten muss, aber Bitcoin ist alles andere als das“, so Yellen. Des Weiteren fährt sie fort:

„Sie wird nicht für viele Transaktionen genutzt, ist kein stabiles Wertaufbewahrungsmittel und auch kein effizientes Zahlungsmittel. Sie kann Zahlungen nur sehr langsam abwickeln, was an ihrer dezentralisierten Natur liegt.“

Francis Pouliot, Geschäftsfüher des Satoshi Portals, der während des Live-Interviews anwesend war, belächelte Yellens Meinung auf den sozialen Medien wie folgt: „Der offizielle Sprachroboter für Bitcoin-Kritik, präsentiert von der Zentralbank.“

Schon im Dezember des vergangenen Jahres hatte Yellen Bitcoin als „hochspekulative Wertanlage“ bezeichnet, die „keine sichere Wertaufbewahrung“ ermöglicht. In diesem Kontext merkte sie damals an, dass die US-Zentralbank „nicht wirklich“ über eine eigene Digitalwährung nachdenken würde.  

Mit ihren Worten vom Montag unterstreicht Yellen nicht nur ihre eigene Meinung über Kryptowährungen, sondern spiegelte damit auch die Äußerungen von Nouriel Roubini wider, der ebenfalls ein deutlicher Kritiker ist und den Zusammenbruch der Krypto-Branche vorhersagt.

Andere Experte bieten Roubini diesbezüglich heftige Gegenwehr, und werfen ihm mangelndes Verständnis von Kryptowährungen vor, was ihn (ähnlich wie Yellen) zu falschen Schlussfolgerungen treibt.

„Ich erkenne eine Blase, wenn ich sie sehe und für mich ist die ganze Branche die Mutter und der Vater aller Finanzblasen, die bald platzen wird“, so Roubini zu Cointelegraph am Rande der BlockShow Americas im August.