Märkte reagieren auf Südkorea-Ermittlung und Mt.Gox-Verkauf: Bitcoin rutscht unter Support

Der Bitcoin-Kurs fiel am 11. Mai auf ein Dreiwochentief von etwa 8.540 US-Dollar (7.149 Euro). Die Märkte haben damit auf eine unangekündigte Untersuchung der südkoreanischen Börse Upbit und eine neue Geldmittel-Liquidierung durch Mt.Gox reagiert.

Daten aus dem Cointelegraph-Kurstracker und Coin360 zeigen, dass BTC/USD in den letzten 24 Stunden stark gefallen ist, wobei die Altcoins deutlich höhere Verluste von bis zu 18 Prozent verzeichneten.

Händler schienen reflexartig auf die Nachricht zu reagieren, dass Upbit, Koreas größte Kryptowährungsbörse und eine Tochtergesellschaft des Kommunikationsriesen Kakao, einen Besuch von der Finanzaufsichtskommission (FSC) des Landes erhalten hatte.

Laut lokalen Medien haben Behörden vermutet, dass Upbit "Kunden getäuscht" habe, indem sie falsche Informationen über ihre Bilanzen geliefert hat.

Zur gleichen Zeit haben führende Mitarbeiter, die für die Rückzahlung des Geldes an Nutzer der ehemaligen japanischen Börse Mt.Gox verantwortlich sind, offenbar einen weiteren Block von ungefähr 8.000 BTC (ungefähr 58 Mio. Euro bei Redaktionsschluss) in vier Chargen von 2.000 BTC verkauft. Derartige Handlungen hatten in der Vergangenheit Berichten zufolge seit November mehrfach die globalen Kurse beeinflusst.

Bei Redaktionsschluss am Freitag hatte Bitcoin in den letzten 24 Stunden rund 800 US-Dollar (669 Euro) oder 8,5 Prozent verloren und damit den niedrigsten Kurs erreicht, den der Coin seit dem 20. April gesehen hat.

Auf dem Altcoin-Markt hat Ethereum (ETH) fast 12 Prozent verloren, während Ripple (XRP) und Bitcoin Cash (BCH) sogar noch schlechter abschnitten. Beide gingen jeweils um etwa 17 Prozent im gleichen Zeitraum zurück.

COIN360

Die Marktvisualisierungen stammen von Coin360

Einige lokale Quellen auf Sozialen Netzwerken sagten, dass der Kursrückgang eine "Überreaktion" von Kryptowährungs-Inhabern war. Diese Phase ist ein Test für koreanische Börsen, die erst kürzlich wieder auf der populären Kurs-Tracker-Ressource CoinMarketCap aufgelistet wurden.

Zuvor hatte der große Krypto-Kurs-Tracker wichtige südkoreanische Börsen aus seinen durchschnittlichen Kursberechnungen ausgenommen. Er nannte eine "extreme Divergenz" zwischen den dort notierten Kurse und denen auf Börsen in anderen Ländern als Grund.

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