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Ciaran Lyons
Verfasst von Ciaran Lyons,Redaktionsautor
Felix Ng
Geprüft von Felix Ng,Redakteur

Bitcoin: Gutes Zeichen – Mutige Prognosen werden weniger

Weil der überbordende Optimismus der Bitcoin-Anleger und Experten langsam versiegt, ist Santiment überzeugt, dass sich der Markt wieder zu normalisieren beginnt.

Bitcoin: Gutes Zeichen – Mutige Prognosen werden weniger
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Die Anzahl der Krypto-Marktteilnehmer, die ein neues Allzeithoch für Bitcoin vorhersagen, ist deutlich zurückgegangen, was laut den Krypto-Stimmungsanalysten von Santiment ein positives Signal ist.

„Die Prognosen, dass Bitcoin 150.000 bis 200.000 US-Dollar oder sogar 50.000 bis 100.000 US-Dollar erreichen wird, werden immer seltener“, erklärte Santiment in einem Bericht am Freitag.

„Dieser Rückgang von FOMO und Hype ist eigentlich ein gesundes Signal. Es zeigt, dass der überbordende Optimismus der Privatanleger nachlässt“, fügte Santiment hinzu.

Stimmungslage um Bitcoin wieder neutral

Während prominente Lobbyisten für Bitcoin (BTC) wie Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX, und Tom Lee, Vorsitzender von BitMine, offen ankündigten, dass Bitcoin im Jahr 2025 einen Wert von bis zu 250.000 US-Dollar erreichen sollte, stieg der Kurs der Kryptowährung im Oktober schließlich auf 126.100 US-Dollar, bevor er in einen Abwärtstrend eintrat, der letztendlich dazu führte, dass das Jahr niedriger endete als es begonnen hatte.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: CoinMarketCap

Der Abwärtstrend setzte sich auch im neuen Jahr fort, wobei Bitcoin am 6. Februar auf fast 60.000 US-Dollar fiel, seitdem jedoch laut CoinMarketCap zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf 67.847 US-Dollar gestiegen ist.

Santiment führte aus, dass sich die Stimmung rund um Bitcoin, gemessen am Verhältnis von bullischen zu bärischen Kommentaren in den sozialen Medien, von „extremer Baisse“ zu „neutralem Terrain“ erholt habe, was es für Marktteilnehmer zunächst schwieriger machen könnte, Handelsentscheidungen zu treffen.

„In solchen Szenarien sollte man den Handel besser vermeiden oder zumindest die Bedeutung von Stimmungsindikatoren in der Analyse herabsetzen“, so Santiment.

Der Crypto Fear & Greed Index steht weiterhin auf extremer Angst. Quelle: Alternative.me

Andere Indikatoren deuten derweil darauf hin, dass Krypto-Investoren nach wie vor ängstlich sind.

Der Crypto Fear & Greed Index, der die allgemeine Stimmung auf dem Kryptomarkt misst, blieb am Samstag im Bereich „Extreme Angst“ und erreichte einen Wert von 8, was darauf hindeutet, dass die Anleger weiterhin äußerst vorsichtig sind.

Santiment gab jedoch zu bedenken, dass die Gesamtaktivität im Bitcoin-Netzwerk „Warnsignale aussendet“ und dass das Transaktionsvolumen, die Anzahl aktiver Adressen und das Netzwerkwachstum „stetig zurückgehen“.

„Diese Nutzungsindikatoren deuten darauf hin, dass das Netzwerk weniger häufig genutzt wird. Auch wenn dies nicht unmittelbar negativ zu bewerten ist, bedeutet diese Flaute doch, dass die Händler abwarten“, so Santiment. Die Experten argumentieren abschließend, dass eine Marktexpansion vielmehr eine wachsende Nutzerbeteiligung zeigen würde.

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