Der Bitcoin-Kurs erreichte am 5. März ein neues Allzeithoch von 69.000 US-Dollar, doch der Verbleib in den neuen Rekordhöhen war nur von kurzer Dauer, da der BTC-Kurs einen sogenannten Flash-Crash erlebte und schnell wieder unter 60.000 US-Dollar fiel. Der Kurseinbruch wurde allen voran auf massive Verkäufe von längerfristigen Hodlern zurückgeführt, da mehrere Wale und länger ruhende Konten angesichts der Höchststände Gewinne ausgebucht haben.
Laut Daten von CryptoQuant verzeichneten Kryptobörsen drei Tage lang BTC-Zuflüsse im Wert von 525 Millionen US-Dollar, was darauf hindeutet, dass Krypto-Anleger vermehrt ihre Bitcoin aus Cold Wallets auf die Börsen brachten, um in Erwartung des Allzeithochs (ATH) Profite zu erzielen.
Ein Fall, der die Krypto-Community besonders faszinierte, war ein „schlafender“ Wal, der nach 14 Jahren plötzlich erwachte und 1.000 BTC (67,1 Mio. US-Dollar) auf Coinbase einzahlte, als der Bitcoin-Kurs bei 67.116 US-Dollar lag. Der Wal minte diese Bitcoin im Jahr 2010, als sich der Kurs noch unter 0,28 US-Dollar befand, was darauf hindeutet, dass der Wal nun mehr als 60 Millionen US-Dollar Gewinn gemacht hat.
Während Bitcoin-Anleger also mit ihren lange gehaltenen Beständen Gewinne erzielten, hatten Leverage-Trader weniger Glück: Aufgrund der hohen Kursvolatilität wurden gehebelte Positionen im Wert von mehr als 1 Mrd. US-Dollar liquidiert.
Der Bitcoin Binary Spending Indicator zeigte ebenfalls an, dass eine Vielzahl an Bitcoin-Hodlern Gewinne gemacht haben, als der BTC-Kurs 69.000 US-Dollar erreichte. Der Indikator bildet die Bewegung von BTC-Geldern im Laufe der Jahre ab.
Bitcoin verzeichnete unterdessen das höchste Verkaufsvolumen auf Coinbase in einer Tageskerze seit dem FTX-Crash, was gleichsam auf starke Verkäufe hindeutet.
Trotz der jüngsten Verkäufe und des Kurssturzes will längst nicht jeder verkaufen. Laut den Daten von CryptoQuant haben sich 45 % der Bitcoin seit über drei Jahren nicht mehr bewegt, während 11 % seit fünf bis sieben Jahren nicht mehr berührt wurden.
Krypto-Analysten halten den jüngsten Flash-Crash für gesund für den Markt, da er die hohe Volatilität abbaut und die hohen Funding-Rates zurücksetzt. Die Funding-Rate stellt die Differenz zwischen dem Futures- und dem Spotmarkt dar. Hohe Funding-Rates deuten auf einen übermäßigen Optimismus im Markt hin, der allen voran von Long-Tradern dominiert wird.

Der Bitcoin-Kurs hat sich innerhalb von 24 Stunden allerdings auf über 66.000 US-Dollar erholt und ist damit schon wieder nur noch 4 % von seinem Allzeithoch entfernt.
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