Kursanalyse, 16. November: Bitcoin, Ripple, Ethereum, Stellar, EOS, Litecoin, Cardano, Monero, TRON, DASH

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment- und Handelsschritt birgt ein Risiko und man sollte gut recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

Bitcoin verzeichnete am 14. November zum dritten Mal im Jahr 2018 einen starken Rückgang, bei dem er neue Jahrestiefststände erreichte. Dabei fiel er unter die kritische Unterstützung von 5.900 US-Dollar (5.167 Euro), die das ganze Jahr über bisher standgehalten hatte. Vor diesem starken Fall hat Bitcoin eine Phase geringer Volatilität verzeichnet, die es so seit Jahren nicht mehr gegeben hatte.

Wir erwarteten, dass sich die enge Spanne bei der Kryptowährungen nach oben auflösen würde. Wie neigten also eher zu einem positiven Ausgang. Mit dem Fall hat sich das Bild jedoch nun geändert und unsere Annahme hat sich als falsch erwiesen. Vor diesem neuen Hintergrund müssen wir unsere Strategie überdenken.

Interessanterweise sind nicht alle Kryptowährungen dem Beispiel von Bitcoin gefolgt, der auf neue Jahrestiefststände fiel. Einige haben sich sogar recht gut gehalten. Ripple hat Ethereum in Sachen Marktkapitalisierung überholt und sich Platz 2 gesichert. Es gibt also auch in diesem Chaos einige positive Dinge.

Bitcoin Cash hat seinen Fork ohne größere Zwischenfälle durchgeführt. Da sich dieser Fork jedoch noch in der Anfangsphase befindet, haben wir heute keinen der beiden Coins analysiert.

Was können Händler nach dem jüngsten Rückgang nun vom Markt erwarten? Ist es an der Zeit, in den Hintergrund zu treten und abzuwarten, oder bieten einige Kryptowährungen eine Kaufgelegenheit? Sehen wir uns die Charts an.

BTC/USD

Bitcoin ist am 14. November unter die Unterstützung von 5.900 US-Dollar (5.167 Euro) auf ein Tagestief von 5.737,02 US-Dollar (5.025,20 Euro) gefallen. Der Tagesschlusskurs (UTC) lag bei 5.932,75 US-Dollar (5.196,64 Euro), was zeigt, dass es nahe den Tiefs Käufer gibt. Dennoch haben die Bären ihre Verkäufe am nächsten Tag fortgesetzt und ließen den Kurs weiter auf 5.430,02 US-Dollar (4.756,29 Euro) sinken, was knapp unter der Unterstützung von 5.450 US-Dollar (4.774 Euro) lag. Es gab wiederum einige Käufe auf den niedrigeren Niveaus. Die digitale Währung erholte sich und machte einen Teil des Verlustes wieder gut. Der Schluss lag bei 5.747,05 US-Dollar (5.033,98 Euro).

BTC/USD

Die Erholung von den Intraday-Tiefs der letzten zwei Tage zeigt, dass die niedrigeren Niveaus Käufer anziehen. Das deutet auf einen erneuten Test des Niveaus von 5.900 US-Dollar (5.167 Euro) in den nächsten 4-5 Tagen hin.

Die Leistung des BTC/USD-Paares auf dem Niveau von 5.900 US-Dollar (5.167 Euro) wird uns ein besseres Bild davon vermitteln, was uns erwartet. Wenn die Bullen ohne große Mühe über 5.900 US-Dollar (5.167 Euro) kommen und sich darüber halten können, dann entpuppt sich dieser Rückgang als eine Täuschung, die die schwachen Händler aussortiert hat, bevor der Kurs nach oben klettert.

Andererseits, wenn die Bären die Niveaus zwischen 5.900 US-Dollar (5.167 Euro) und 6.075 US-Dollar (5.321 Euro) verteidigen können und die virtuelle Währung von dort aus nach unten abknickt, würde das Verkäufe durch die Long-Positionen, die auf den höheren Niveaus feststecken, sowie auf Eröffnungen von Short-Positionen durch Händler hindeuten, die in Zukunft niedrigere Niveaus erwarten.

Was soll man als Händler also nun tun?

Ein neuer Jahrestiefststand deutet auf Schwäche hin, daher sollten Long-Positionen erst dann eröffnet werden, wenn sich ein Boden bestätigt hat. Da sich der RSI weit im überverkauften Bereich befindet, ist auch eine Short-Position nicht ratsam, da es jederzeit zu einer starken Erholung kommen kann. Aufgrund der Unsicherheit ist es am besten, ein paar Tage abzuwarten.

Wenn der Kurs auf 5.900 US-Dollar (5.167 Euro) kommt und sich darüber halten kann, könnten wir wieder Long-Positionen eröffnen. Ein Ausbruch über 6.832 US-Dollar (5.984 Euro) wäre eine Bestätigung dafür, dass ein neuer Aufwärtstrend eingesetzt hat. Bis dahin besteht die Gefahr, dass die digitale Währung wieder nach unten abknickt.

Experten werden auf verschiedene niedrigere Niveaus verweisen, die beängstigend sein können. Machen wir einen Schritt nach dem anderen und handeln entsprechend, ohne uns vom Lärm um uns herum beeinflussen zu lassen.

XRP/USD

Ripple zeigt sich äußerst stark und liegt deutlich über seinen Jahrestiefstständen. Tatsächlich fiel er bei den kürzlichen Turbulenzen nicht einmal auf seine erste große Unterstützung bei 0,37185 US-Dollar (0,3257 Euro), was auf Stärke hindeutet.

XRP/USD

Derzeit steht das XRP/USD-Paar einem Widerstand an den gleitenden Durchschnitten gegenüber. Wenn dieser überwunden ist, ist die Abwärtstrendlinie der nächste Widerstand. Wir glauben, dass die Bären diese Zone stark verteidigen werden.

Sobald die Abwärtstrendlinie überwunden ist, könnte die digitale Währung auf 0,565 US-Dollar (0,495 Euro) und dann auf 0,625 US-Dollar (0,547 Euro) klettern. Die flachen gleitenden Durchschnitte und der fast in der Mitte liegende RSI deuten auf eine baldige Spanne hin.

Weiter unten würde ein Fall unter die Aufwärtstrendlinie und 0,37185 US-Dollar (0,3257 Euro) Verkäufe nach sich ziehen, die zu einem Rückgang auf 0,24508 US-Dollar (0,2147 Euro) führen könnten.

ETH/USD

Die Bullen versuchen, Ethereum über die Jahrestiefststände von 167,32 US-Dollar (146,56 Euro) vom 12. September zu halten. Am 15. November fiel der Kurs auf ein Tief von 171,36 US-Dollar (150,10 Euro), wo es Käufer gab.

ETH/USD

Ein Fall unter 167,32 US-Dollar (146,56 Euro) würde den Abwärtstrend fortsetzen und das ETH/USD-Paar auf die niedrigeren Niveaus zwischen 136 US-Dollar (119 Euro) und 110 US-Dollar (96 Euro) sinken lassen. Der 20-Tages-EMA ist nach unten abgeknickt, während der RSI nahe dem überverkauften Bereich liegt. Das zeigt, dass die Bären kurzfristig die Oberhand haben.

Wenn sich die Bullen jedoch von der Unterstützung aus erholen und sich über 188,35 US-Dollar (164,98 Euro) halten können, würde das die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung erhöhen. Ein erstes Anzeichen für einen neuen Aufwärtstrend wäre, wenn die digitale Währung sich über 249,93 US-Dollar (218,92 Euro) hält.

XLM/USD

Stellar liegt weiterhin innerhalb des aufsteigenden Kanals. Sein Tagestief von 0,21494424 US-Dollar (0,1883 Euro) vom 15. November löste jedoch unser vorgeschlagenes Stop-Loss-Limit aus, das wir bei 0,22 US-Dollar (0,19 Euro) gesetzt haben. In den letzten zwei Tagen haben die Bullen bei starken Einbrüchen aggressiv gekauft, was ein positives Zeichen ist. Das zeigt, dass die Käufer die niedrigeren Kurse nutzen, um ihre Position zu vergrößern.

XLM/USD

Die gleitenden Durchschnitte sind derzeit flach und der RSI liegt nahe bei 50, was auf eine baldige Konsolidierung hindeutet. Wenn sich diese Unterstützungslinie des Kanals hält, wird das XLM/USD-Paar wahrscheinlich nach oben klettern. Wir warten am besten noch ab, bis sich eine Kaufkonstellation herausbildet, bevor wir Long-Positionen vorschlagen.

EOS/USD

EOS ist am 15. November unter die Unterstützung von 4,493 US-Dollar (3,935 Euro) gefallen. Aber Käufe auf den niedrigeren Niveaus haben den Kurs wieder über dieses Niveau gehoben. Derzeit versuchen die Bären erneut, den Kurs unter die Unterstützung zu drücken und auf die nächste Unterstützungszone zwischen 4,1778 US-Dollar (3,6591 Euro) und 3,8723 US-Dollar (3,3915 Euro) sinken zu lassen.

EOS/USD

Der nach unten neigende 20-Tage-EMA und der RSI, der im negativen Bereich liegt, zeigen, dass die Verkäufer die Oberhand haben. Der Abwärtstrend würde sich bei einem Rückgang unter 3,8723 US-Dollar (3,3915 Euro) fortsetzen.

Wenn es den Bullen gelingt, die Unterstützungszone zwischen 4,1778 US-Dollar (3,6591 Euro) und 3,8723 US-Dollar (3,3915 Euro) zu verteidigen, wird das EOS/USD-Paar noch eine Weile in der Spanne verbleiben. Wir warten am besten noch ab, bis sich die Lage stabilisiert, und sich eine Trendwende erkennen lässt, bevor wir hier positiv werden.

LTC/USD

Litecoin erreichte am 14. und 15. November jeweils neue Jahrestiefststände. Das zeigt, dass er zu den schwächeren Kryptowährungen gehört.

LTC/USD

Nachdem er am 14. November unter die Unterstützung bei 47,246 US-Dollar (41,380 Euro) gefallen war, folgte am nächsten Tag ein neues Tief, das nahe an unserem ersten Ziel weiter unten, nämlich bei 40 US-Dollar (35 Euro), lag. Obwohl der Kurs von den Tiefstständen aus wieder nach oben gesprungen ist, fehlt der Erholung die Stärke. Selbst kleine Intraday-Rallyes sehen sich einem starken Verkaufsdruck gegenüber.

Wenn das LTC/USD-Paar unter 40 US-Dollar (35 Euro) fällt, kann es auf die nächste Unterstützung bei 32 US-Dollar (28 Euro) rutschen. Die nach unten neigenden gleitenden Durchschnitte und der RSI in der überverkauften Zone zeigen, dass die Verkäufer das Kommando haben.

Die ersten Anzeichen einer Erholung gibt es, wenn die digitale Währung wieder über 50 US-Dollar (44 Euro) klettert und dieses Niveau halten kann. Bis dahin gibt es bei jeder Erholung auch viele Verkäufe.

ADA/USD

Cardano ist am 15. November unter die kritische Unterstützung von 0,060105 US-Dollar (0,0526 Euro) gefallen, aber die Bären konnten sich nicht unter den Tiefstständen halten.

ADA/USD

Die Bullen versuchen derzeit, den Kurs über 0,060105 US-Dollar (0,0526 Euro) zu halten, während die Bären versuchen, darunter zu kommen.

Wenn die Bären Erfolg haben, kann das ADA/USD-Paar auf 0,043722 US-Dollar (0,0383 Euro) rutschen. Wenn jedoch die Bullen erfolgreich sind, wird die digitale Währung ihre Konsolidierung im Bereich zwischen 0,060105 US-Dollar (0,0526 Euro) und 0,094256 US-Dollar (0,0826 Euro) fortsetzen.

XMR/USD

Monero ist von der kritischen Unterstützung bei 81 US-Dollar (71 Euro) aus am 15. November wieder nach oben gesprungen, aber höhere Niveaus ziehen hierbei Verkäufe durch die Bären nach sich. Ein Fall unter 81 US-Dollar (71 Euro) würde den Abwärtstrend erneut fortsetzen und die Kurse in Richtung der weiter unten liegenden Unterstützung bei 61,50 US-Dollar (53,87 Euro) sinken lassen.

XMR/USD

Wenn es den Bullen gelingt, 81 US-Dollar (71 Euro) zu halten, ist eine Erholung auf 100.453 US-Dollar (87,982 Euro) wahrscheinlich. Wenn der Kurs auf über 100,453 US-Dollar (87,982 Euro) steigt, könnte das XMR/USD-Paar seinen Aufenthalt in der Spanne verlängern. Wir warten noch eine Bestätigung ab, dass ein kurzfristiger Boden erreicht wurde, bevor wir einen Handel vorschlagen.

TRX/USD

Die Bullen haben versucht, TRON über der kritischen Unterstützung bei 0,0183 US-Dollar (0,0160 Euro) zu halten. Ein Fall unter dieses Niveau kann zu einem Rückgang auf 0,01587681 US-Dollar (0,0139 Euro) führen. Das entspräche dem Intraday-Tief vom 14. August. Wenn auch dieses Niveau unterschritten wird, liegt die nächste Unterstützung, die man bei der Abwärtsbewegung beachten sollte, bei 0,01095383 US-Dollar (0,0096 Euro).

TRX/USD

Wenn sich das Niveau von 0,0183 US-Dollar (0,0160 Euro) hält, kann das TRX/USD-Paar noch etwas länger in der Spanne zwischen 0,0183 US-Dollar (0,0160 Euro) und 0,02815521 US-Dollar (0,0247 Euro) verbleiben. Wir warten noch ab, bis die Erholung sich als stark erweist, bevor wir uns eine optimistische Meinung bilden können. Eine Rallye über 0,02815521 US-Dollar (0,0247 Euro) würde den Beginn eines neuen Aufwärtstrends anzeigen. Bis dahin empfehlen wir Händlern, abzuwarten.

DASH/USD

Dash versucht derzeit, die Unterstützung bei 129,58 US-Dollar (113,50 Euro) zu halten. Wenn die Bären es unter dieses Niveau schaffen, liegt das nächste Level, das einem weiteren Fall entgegenwirken könnte, bei 113 US-Dollar (99 Euro). Wenn auch dieses Niveau nach unten durchbrochen wird, kann sich die Rutschpartie auf 87 US-Dollar (76 Euro) erstrecken.    

DASH/USD

Die nach unten neigenden gleitenden Durchschnitte und der RSI, der nah am überverkauften Bereich liegt, zeigen, dass die Bären die Oberhand haben und der Weg des geringsten Widerstands nach unten führt.

Wenn es den Bullen jedoch gelingt, das Niveau von 129,58 US-Dollar (113,50 Euro) zu verteidigen, ist eine Erholung auf den 20-Tages-EMA und anschließend ein Anstieg auf die Abwärtstrendlinie möglich. Wir warten ab, ob sich das DASH/USD-Paar über der Abwärtstrendlinie halten kann. Erst dann wird es positiv.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse. Die Charts für die Analyse stammen aus TradingView.