Zwei Krypto-Experten sind der Überzeugung, dass Bitcoin sich im gesamten Jahr 2019 zu keinem Zeitpunkt im Abwärtstrend befand.  

Diese These stützen sie auf Daten, die anzeigen, dass die marktführende Kryptowährung auch in ihrem elften Jahr nur weiter an Stärke hinzugewonnen hat.

Auch die als „Hodler“ bezeichneten Bitcoin-Anleger unterstreichen diese Vermutung, da sie mehr denn je an ihren Krypto-Vermögen festhalten.

Langfristig zeigt sich klarer Aufwärtstrend

Seit September befindet sich der Bitcoin-Kurs eigentlich im Sinkflug, wobei es auf jede leichte Erholung immer wieder direkt bergab ging. Dies beunruhigte sowohl die Anleger als auch die Experten.

Bei langfristiger Betrachtung wird allerdings klar, dass der vermeintliche Abwärtstrend eigentlich keiner ist. Dementsprechend weist der Krypto-Experte PlanB, der als erster das sogenannte Stock-To-Flow Modell zur Prognose der Kursentwicklung von Bitcoin eingesetzt hat, darauf hin, dass der Gleitende Durchschnitt der letzten 200 Wochen (200-Week Moving Average), über das gesamte Jahr zu keinem Zeitpunkt nach unten abgefallen ist.

Dies belegt er anhand eines Kursdiagrammes, das er am 28. Dezember auf Twitter veröffentlicht hat. Auf diesem ist deutlich zu erkennen, dass das 200-Wochen MA von Bitcoin im Laufe des Jahres 2019 ausschließlich nach oben geklettert ist, die zwischenzeitlichen Schwächephasen hatten also keine bedeutende Auswirkung. Das durchschnittliche Wachstum des Kurses beläuft sich dementsprechend auf 3% bzw. 150 US-Dollar pro Monat.

Bitcoin price versus Bitcoin price 200WMA. Source: PlanB, Twitter

Kursverlauf im Vergleich zum 200-Wochen MA von Bitcoin. Quelle: PlanB, Twitter

Markt befindet sich in Akkumulationsphase

Bitcoins jüngster Abschwung auf 6.400 US-Dollar hat auch den Krypto-Statistiker Willy Woo nicht in Panik versetzt, der sich bezüglich der marktführenden Kryptowährung ähnlich optimistisch wie sein Kollege zeigt.

So verwies Woo am Samstag ebenfalls auf einen langfristigen Betrachtungshorizont, was die Kursentwicklung von Bitcoin angeht. Demnach würde sich der Markt nun in einer Akkumulationsphase befinden und nicht in einem Abwärtstrend:

„Befindet sich Bitcoin im Abwärtstrend? Nein, wir befinden uns lediglich in der zweiten Akkumulationsphase eines Aufwärtstrends.“

 

Bitcoin investor activity in various price phases. Source: Willy Woo, Woobull.com, Twitter

Zyklische Entwicklungsphasen des Bitcoin-Kurses. Quelle: Willy Woo, Woobull.com, Twitter

Im Rahmen seiner weiteren Argumentation geht Woo auch auf das zwischenzeitliche Tief von Bitcoin aus dem Dezember 2018 ein, als der Kurs auf nur noch 3.100 US-Dollar abgerutscht war. Einige Stimmen sehen hier Parallelen zum Dezember 2019, Woo entkräftigt diese Vermutung jedoch, da er die damalige Kursentwicklung „nicht für organisch“ hält.

„2018 wurde die 6.000 US-Dollar Marke künstlich gestützt und als die schlauen Anleger dann ausgestiegen sind, wurde auch diese künstliche Stütze fallengelassen, woraufhin der Kurs etwas zu stark nach unten korrigiert hat.“  

Anleger sind von Stärke überzeugt

Die These der beiden Krypto-Experten bewahrheitet sich allerdings auch auf andere Weise, denn wie Cointelegraph berichtet hatte sind die Bitcoin-Anleger tatsächlich mehr denn je von der Stärke der marktführenden Kryptowährung überzeugt, was sich besonders während der diesjährigen Kletterpartie aus dem April 2019 zeigte. Obwohl der Kurs damals von 3.100 US-Dollar bis auf fast 14.000 US-Dollar hochgeschossen war, wurden in dieser Zeit kaum Bitcoin-Vermögen veräußert.

Auf diesen Umstand hat zuletzt auch Alistair Milne verwiesen, als er aufzeigte, dass 70% der gesamten Umlaufmenge von Bitcoin in den letzten 6 Monaten nicht bewegt wurden.

Dieses Verhalten ähnelt dem Verhalten der Anleger vor dem „Halving“ im Jahr 2016. Das sogenannte „Halving“ ist ein Mechanismus, der zu vorbestimmten Zeitpunkten die Anstiegsrate der Umlaufmenge von Bitcoin halbiert. Die bevorstehende „Halbierung“ im Mai 2020 sehen viele Experten als Katalysator für den Bitcoin-Kurs, da es sich in der Vergangenheit bisher ähnlich verhalten hat. Scheinbar hoffen die Anleger wieder auf einen solchen Effekt, wie die Daten von Milne zeigen.

Die Halbierung aus dem Jahr 2016 hatte sich jedoch erst ein Jahr später wirklich bemerkbar gemacht, was einer der Gründe dafür ist, dass auch einige Experten das bevorstehende Halving skeptisch sehen.

Vergangene Woche hat Cointelegraph jedoch noch drei weitere Gründe aufgeschlüsselt, die die momentane Stärke von Bitcoin belegen.

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