Wegen "undurchsichtiger Regulierung": Bitcoin-Wallet Xapo zieht von Hongkong in die Schweiz

Die große internationale Bitcoin (BTC)-Wallet Xapo wird ihre Kerngeschäftsaktivitäten von Hongkong in die Schweiz verlagern, so die Schweizer Nachrichtenagentur Swissinfo am 21. Januar.

Auf dem World Web Forum in Zürich erklärte der Präsident der Wallet Ted Rogers, dass das Ziel dieser Maßnahme die Suche nach einer besseren Krypto-Regulierungsumgebung gewesen sei.

Laut Präsidenten von Xapo wurde Hongkong früher als "der heilige Gral der Krypto-Regulierung" angesehen, aber tatsächlich ist die Rechtsprechung "undurchsichtiger geworden".

Rogers erklärte, dass er die Schweiz schon immer als "den richtigen Ort" zum Gedeihen für Blockchain- und Krypto-Projekte betrachtet habe. Er sagte auch, dass die Schweizer Regulierungsbehörden "klug, interessiert und anspruchsvoll im Umgang mit den Finanzmärkten" seien.

Dem Bericht zufolge wird Xapo seine Unterstützung für Kunden, die nicht aus den Vereinigten Staaten sind, nun von Hongkong in die Schweiz verlagern, während Geldkonten von London aus betrieben werden sollen.

Im November 2018 veröffentlichte die Hongkonger Wertpapier- und Futures-Kommission eine Erklärung mit Leitlinien für Fonds, die sich mit Kryptowährungen befassen. Dieses neue Regulierung wurde von einigen Branchenexperten kritisiert. Es hieß, dass die Richtlinien verhindern könnten, dass neue Kryptounternehmen in den Markt eintreten.

Inzwischen ist auch ein weiteres Unternehmen in die Schweiz gezogen. Berichten zufolge war der Grund dafür ebenfalls die bessere regulatorische Situation dort. Am 1. Januar ist Lamassu, ein Lieferant für Bitcoin-Geldautomaten in die Schweiz umgezogen. Auch dabei wurden regulatorische Schwierigkeiten in anderen Ländern als Grund genannt.