Hongkong: Neue Regulierung "könnte" laut Experten lokaler Krypto-Industrie schaden

Neue Regelungen für Krypto-Unternehmen, die die Hongkonger Wertpapier- und Futures-Kommission (SFC) angekündigt zuvor angekündigt hatte, könnte Krypto-Unternehmer am Markteintritt hindern. Expertenkommentare zu dieser Situation wurden am Montag, den 17. Dezember, in der Wirtschaftsnachrichtenplattform Nikkei Asian Review veröffentlicht.

Timothy Loh, der Inhaber einer lokalen Anwaltskanzlei, sagte gegenüber Nikkei, dass einige Unternehmer sich dazu entscheiden könnten, sich nicht an dem neuen Rahmen zu beteiligen, um "ihre derzeitigen Marktanteile zu halten". "Die Anforderungen der SFC-Initiative könnten sich für einige Betreiber zu aufwendig sein", fügte er hinzu.

Andere Experten sagten laut Nikkei, dass höhere Handelskosten institutionelle Anleger vom Markteintritt abhalten könnten. Das könnte wiederum den Plänen zur Stabilisierung der Märkte durch deren Präsenz entgegenwirken. Das Gegenargument sei jedoch, dass eine strengere Politik zu einem größeren Vertrauen der Anleger führen kann, so Nikkei.

Die SFC hat den neuen Rechtsrahmen erstmals im November angekündigt. In den Richtlinien werden Kryptowährungsbörsen mit bestehenden lizenzierten Anbietern von automatisierten Handelsdienstleistungen verglichen. Dabei wird erklärt, dass sie auch Anleger schützen müssen.

Darüber hinaus hat die SFC große Bedenken im Hinblick auf Geldwäsche und Betrug. Die Regulierungsbehörde sah sich dadurch zu den neuen Gesetzen veranlasst. Das Gesetz wird wahrscheinlich für Börsen, Händler, Investmentfonds und andere kryptobezogene Geschäfte gültig sein.

Nach den neuen Richtlinien sind Investmentfonds verpflichtet, eine Lizenz von der SFC einzuholen, wenn mehr als 10 Prozent ihres Vermögens aus Bitcoin (BTC) oder anderen Kryptowährungen besteht. Außerdem dürfen sie in diesem Fall gestattet Produkte nur an professionelle Anleger verkaufen.

Vor der Beantragung einer Lizenz können Krypto-Unternehmer an einem "regulatorischen Sandkasten" teilnehmen, um ihre Lösungen zu testen.

Die neue Regulierung bezieht sich auch auf Initial Coin Offerings (ICOs), so Nikkei. So müssen beispielsweise alle Token die Anforderungen der SFC erfüllen und mindestens 12 Monate vor der Einführung eines ICO vorhanden sein.

Hongkong ist bekannt für seinen deutlich nachsichtigeren Umgang mit Kryptowährungen im Vergleich zum Festland China, wo immer noch ein Verbot von Kryptoaktivitäten in Kraft ist. Laut einem Bericht, der kürzlich von CryptoCompare veröffentlicht wurde, befinden sich die meisten Top-Börsen immer noch in Hongkong (10) und Singapur (11).