Bitfinex weißt Betrugsvorwürfe angesichts beschlagnahmter Gelder in Polen zurück

Am 7. April berichtete der Cointelegraph von kontroversen Berichte über die Krypto-Börse Bitfinex, nachdem polnische Beamte laut Angaben 400 Mio. Euro von zwei Konten einer kleinen, unbekannten Bank in Polen beschlagnahmt hatten, von denen ein Konto angeblich Verbindungen zu Bitfinex aufwies.

In den polnischen Medien wurde spekuliert, dass die konfiszierten Gelder in internationale Betrugsfälle und Anti-Geldwäsche-Geschäfte verwickelt waren und von Kriminellen zur Geldwäsche über Lokalwährungen in Kryptowährungen durch die Börse und die jeweiligen Konten genutzt wurden.

Berichte darüber, dass die Gelder in direkter Verbindung zu einem Drogenhandelsnetzwerk stehen und dass Bitfinex-Nutzer von der polnischen Polizei vor der Beschlagnahmung verhört wurden, machten die Angelegenheit noch suspekter.

Ein Administrator auf Bitfinex' Subreddit Threat war der erste, der sich am 8. April zu den Anschuldigungen äußerte:

"Das ist nicht wahr und Bitfinex ist von dem, was passiert ist, nicht betroffen. Wir werden heute noch eine offizielle Stellungnahme veröffentlichen."

Kurz vor Redaktionsschluss war die besagte Stellungsnahme noch nicht erschienen. Bitfinex hat unterdessen individuelle Medienkanäle kontaktiert, um zu bestätigen, dass man die Anschuldigungen wahrgenommen hat und deren Implikationen kategorisch ausschließt:

"Bitfinex kann bestätigen, dass es sich der derzeitigen Anschuldigen bewusst ist, die von den polnischen Medien in den letzten Stunden verbreitet wurden. Bitfinex ist überzeugt, dass diese Anschuldigungen nicht wahr sind und die Kunden und Geschäfte von Bitfinex von den falschen Gerüchten unbeeinflusst bleiben. Bitfinex ist stolz darauf, eine weltweit führende Krypto-Börse zu sein und angesichts dieser Kapazität arbeiten wir ohne Unterbrechung daran, den Autoritäten und Regulatorien weltweit nach strikten Standards zu entsprechen."

Bitfinex sowie die Schwestergesellschaft Tether erhielten im Dezember Zwangsvorladungen, deren Begründungen noch unklar sind.

Wiederholt wurden in letzter Zeit jedoch Bedenken über die Transparenz des Banking-Systems von Bitfinex und Tether geäußert, bis hin zu dem Punkt, dass das amerikanische Unternehmen Wells Fargo & Co. letztes Jahr eine Weiterführung der Zusammenarbeit als korrespondierende Bank verweigerte.

Um seinen Ruf zu schützen, hat Bitfinex ebenfalls rechtliche Schritte eingeleitet, die jedoch schnell wieder fallen gelassen wurden beziehungsweise kaum einen echten Gegenangriff darstellten. Tethers Entscheidung Anfang des Jahres, die Beziehung mit einer außenstehenden Prüfungsgesellschaft zu beenden, führte zu weiteren Bedenken in der Krypto-Gesellschaft.

Die Berichterstattung wird fortgeführt, sobald es neue Informationen gibt.

  • Folgen Sie uns auf: