CEO von Bitwise: Bitcoin ETF kommt, SEC Bedenken weitgehend ausgeräumt

Der CEO des Krypto-Indexfondsanbieters Bitwise Asset Management erwartet nach wie vor die Zulassung für einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) durch die US-Regulierungsbehörden.

Dies sagte Hunter Horsley in einem Interview zusammen mit dem Bitwise Global Head of Research Matt Hougan mit Bloomberg UK am 15. August.

Lange Verzögerung

Wie berichtet, hat Bitwise im Januar dieses Jahres bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) zuletzt einen ETF-Antrag eingereicht.

In dieser Woche hat die Regulierungsbehörde ihre Entscheidung über den Antrag zusammen mit der für zwei weiteren Anträge zu Krypto-ETFs verschoben, mit einer Entscheidungsfrist bis zum 13. Oktober.

Ungeachtet dieser Entwicklungen gibt sich Horsley weiterhin positiv. Nach seiner Aussage war die SEC relativ bezüglich der Gründe für die Verzögerung und hat ihre Bedenken offen dargelegt.

Obwohl Bitwise bereits mehrere Runden mit verschiedenen ETF-Anträgen absolvierte, wurden laut Horsley in den letzten zwölf Monaten enorme Fortschritte erzielt.

Hougan stimmte Horsleys Einschätzung, welcher auf wichtige aktuelle Entwicklungen im Krypto-Sektor hinwies, wie den Eintritt der Handelsfirma Susquehanna, verbesserte Arbitrage und neue Spreads.

Er stellte außerdem fest, dass Krypto-Verwahrer inzwischen Zugang zu umfangreichen Versicherungen bei der Firma Llyods of London erhalten und dass der Markt inzwischen deutlich breiter aufgestellt ist. Der Großteil der Bedenken der SEC sei damit ausgeräumt.

Krypto öffnet sich für US-Vermögen 

Während in Europa bereits mehrere Krypto-ETFs und ähnliche Anlagevehikel existieren, liegen vor allem auf den USA große Erwartungen in Bezug auf die Zulassung solcher Produkte. Zu der Bedeutung einer möglichen Zulassung sagte Hougan:

"Ein Schlüsselaspekt eines Bitcoin ETF in den USA ist die Erschließung des Marktplatzes für Finanzberater. Bisher hat sich Krypto vor allem auf Kleinanleger [....] oder institutionelle Investoren konzentriert [....] Die Hälfte des Geldes in den USA wird von Finanzberatern verwaltet, und im Moment ist es für sie sehr schwierig, diesen Markt zu erreichen."

Hougan verglich die voraussichtliche Marktöffnung für neue Vermögensbereiche mit der Einführung von ETFs für Gold- und Privatbanken.

Angesichts der anhaltenden Verzögerung mehrerer ETF-Vorschläge durch die SEC sehen viele in der Community einen voraussichtlichen Start als potenziellen "heiligen Gral" an, der die flächendeckende Einführung von Kryptowährungen als reguliertes und passives Anlageinstrument einläuten könnte.

Der Bitwise-Antrag bei der SEC sieht einen Krypto-ETF vor, der den Bitwise HOLD 10 Private Index Fund nachzeichnet. Dabei handelt es sich um einen Korb von zehn Kryptowährungen.