Blockchain-Enzyklopädie-Start: Entwickler arbeiten an Token-"Herausforderungen"

Das Blockchain-Start-up Everipedia aus Cayman Islands startete am 9. August offiziell seine Peer-to-Peer (P2P)-Enzyklopädie, wie eine Pressemitteilung bestätigt.

Konzipiert als "autonome Enzyklopädie ohne Werbung oder Spenden", nutzt das Projekt das EOS-Netzwerk und belohnt Kuratoren mit einem eigenen Token, dem "IQ".

Der Mitgründer von Wikipedia und jetzige Everipedia-CIO Larry Sanger erklärte in der Pressemitteilung, sie seien "begeistert, ihr minimales, funktionierendes Netzwerk freizugeben, das es den Benutzern erstmals ermöglicht, dezentral abzustimmen und Artikel zu erstellen".

Es wurde in Kryptowährungskreisen schon länger über eine Blockchain-basierte, "alternative" Wikipedia geredet. Dabei hat die bekannte Skepsis des Mitbegründers Jimmy Wales gegenüber Bitcoin (BTC) und das Fernhalten von der Blockchain-Technologie, die Motivation der Community zusätzlich gestärkt.

Wales sagte während eines Interviews im Juni gegenüber Cointelegraph, er hätte "nicht direkt die Absicht, im Blockchain-Raum etwas zu tun", fügte aber hinzu:

"Ich bin sehr fasziniert von der Idee. Eine Menge Leute haben ihre Ideen im Journalismusbereich bei mir angepriesen. Ich sehe nur nicht, dass es viel Sinn macht. Ich werde weiter darüber reflektieren und nachdenken."

Im Gespräch mit Bloomberg diese Woche hob Everipedia-Mitbegründer und Präsident Sam Kazemian den IQ als eine der größten Herausforderungen hervor, vor denen das Projekt derzeit steht.

"Es ist die größte Herausforderung, eine Token-Ökonomie zu entwickeln, die tatsächlich funktioniert und Sinn macht", sagte er gegenüber der Publikation,

"Es ist einfach, einen Token zu erstellen und ihm keine andere Funktion zu geben, als innerhalb eines Dienstes als Rechnungseinheit zu fungieren. Aber das ist nicht das, wofür der IQ-Token steht."