AB InBev nutzt Blockchain: Unterstützung für afrikanische Bauern

AB InBev, das Unternehmen hinter Budweiser, hilft afrikanischen Bauern, ihr Einkommen mit Hilfe von Blockchain nachzuweisen, wie Yahoo Finance am 21. Januar berichtete. Ein Blockchain-System, das in Zusammenarbeit mit der BanQu entwickelt wurde, verfolgt alle lokalen Lieferanten von AB InBev und ersetzt den Papierweg.

AB InBev ist ein multinationaler Konzern, der aus dem Zusammenschluss mehrerer etablierter Bierhersteller hervorgegangen ist. Dazu gehören Budweiser, Stella Artois und Corona, die zu den bekanntesten Marken zählen.

Das Unternehmen nutzt lokale Lieferanten und erhält für den zusätzlichen Beitrag zur Wirtschaft des Landes Steuererleichterungen. Diese Strategie erwies sich jedoch als eine größere Herausforderung in Afrika. Auf dem Kontinent ist die Bankinfrastruktur nach wie vor unterentwickelt und Papierdokumente für ländliche Bauern nur schwer zu organisieren.

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen BanQu, das sich auf Blockchain-Lieferkettenlösungen spezialisiert hat, führte AB InBev ein verteiltes Ledger-System ein, das alle lokalen Landwirte erfasst, die das Unternehmen mit Gerste und Malz beliefern. Das ermöglicht diesen, lokalen Banken ihr Einkommen nachzuweisen und damit auch Bankkonten und Kreditlinien zu eröffnen.

Der CEO von AB InBev Carlos Brito erklärte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos:

"Und jetzt hat dieser Bauer, der nie Zugang zu Bankendienstleistungen hatte, weil er kein Einkommen nachweisen konnte, keine Berichte hatte, kein Material oder keine Papiere hatte, auf einmal in der Blockchain den Nachweis, dass er ein Lieferant von AB InBev, einem globalen Unternehmen, ist.

Der Zugang zu Bankdienstleistungen ermöglicht es lokalen Bauern, effizientere landwirtschaftliche Geräte zu finanzieren, ihre Erträge zu steigern und mehr Geld zu empfangen. Das System trägt auch dazu bei, die Korruption einzudämmen, die von Zwischenhändlern betrieben wurde, die die Lieferungen an die Brauereien zwischengelagert haben.

Brito erklärte, dass sie "das Geld, das wir ihm oder ihr zahlen, nicht unbedingt an den Bauern weitergeben". Ein fälschungssicheres Blockchain-System stellt sicher, dass die Landwirte nachweisen können, wie viel Geld sie erhalten sollen. Brito erläuterte auch weitere Vorteile des Systems:

"Sie werden zu kommerziellen Landwirten und jeder hat was davon. Die Verbraucher werden besser geschützt und wir schaffen damit mehr Arbeitsplätze. Die Regierung erhebt Steuern. Anstatt das Geld nach Europa oder Australien oder Kanada zu schicken, um damit Gerste oder Malz zu kaufen, behalten wir das Geld dort.

Das Produkt von BanQu soll bei Tausenden von Bauern in ganz Uganda und auch in Indien eingeführt worden sein.

Uganda ist Land in Afrika, in dem sich Blockchain allmählich durchsetzt. Binance eröffnete im Jahr 2018 eine Filiale dort, obwohl die Zentralbank des Landes dezentrale Kryptowährungen weiterhin kritisch beäugt.

Auch Krypto-Schneeballsysteme sind dort präsent. Dunamiscoins hat vor kurzem über 10.000 Benutzer um 2,5 Mio. US-Dollar betrogen.