Der Bitcoin-Kurs war am gestrigen 3. August darum bemüht, die 62.000 US-Dollar-Marke zurückzuerobern.

Bitcoin verteidigt 60.000 US-Dollar
Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView entsprechend zeigen, konnte BTC knapp 3 % zulegen, nachdem zuvor ein mehrwöchiges Tief von 60.435 US-Dollar verzeichnet wurde.
Die neuen Zugewinne kamen im Gleichschritt mit Verlusten auf dem Aktienmarkt, so ging es für den Nikkei satte 6 % nach unten, was auch für die Wall Street auf neue Rückläufe hindeutet. Die überraschend schwachen Arbeitsmarktzahlen, die in dieser Woche hinter den Prognosen zurückblieben, befeuern die Panik an der Börse zusätzlich.
Für Bitcoin ging es vor dem Wochenende deshalb ebenfalls um knapp 5.000 US-Dollar nach unten, wodurch mehrere wichtige Supports wie zum Beispiel die Short-Term Holder Cost Basis unterschritten wurden.
Daraufhin beschleunigten sich auch die Liquidationen, denn wie die Daten von CoinGlass belegen, wurden am 1. und 2. August Long-Positionen im Wert von 230 Mio. US-Dollar liquidiert.

„Die Renditen in den USA sind eingebrochen und auch die Arbeitsmarktdaten waren überraschend schlecht“, wie Michaël van de Poppe, der CEO von MNTrading, die Lage resümiert. Dem fügt er an:
„Wir sehen überall eine leichte Panik, denn der Markt beginnt nun, eine Rezession in den USA einzupreisen.“

Van de Poppe argumentierte dahingehend weiter, dass die jüngsten Entwicklungen es zugleich umso wahrscheinlicher machen, dass die US-Zentralbank ihren Leitzins im September senken wird, was wiederum zum Vorteil von Kryptowährungen und Aktien sein könnte.
„Eines ist mal klar: Die Leitzinssenkungen im September sind damit bestätigt“, so die Schlussfolgerung des Experten.
Die Analysten von The Kobeissi Letter sehen derweil überwiegend gemischte Signale auf makroökonomischer Ebene.

„Gestern wurde noch diskutiert, ob wir im September überhaupt eine Leitzinssenkung bekommen und heute wird schon verhandelt, ob sie 25 Basispunkte oder 50 Basispunkte beträgt“, wie es in diesem Zusammenhang auf X heißt.
Das FedWatch Tool der CME Group beziffert die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 0,25 % auf 78 %, demnach wäre dieses Szenario also wahrscheinlicher.

Globale Liquidität als Katalysator für Bitcoin?
Dennoch bleibt der Optimismus um die marktführende Kryptowährung auch kurzfristig bestehen.
Jeff Ross, der Gründer und leitende Direktor des Hedgefonds Vailshire Partners, ist zum Beispiel überzeugt, dass die zunehmende Liquidität in der Weltwirtschaft weiteren Auftrieb für den Bitcoin-Kurs liefern wird.
Ross verweist in diesem Kontext auf die globale Entwicklung der Geldmenge M2 im Vergleich zu BTC bzw. den 50-Week und 200-Week Simple Moving Averages (SMAs) der führenden Kryptowährung.
„Ein umgekehrtes Kopf-und-Schultern-Muster bildet sich im Wochendiagramm von Bitcoin vor dem Hintergrund einer steigenden globalen Geldmenge (M2)? Das wäre im Hinblick auf die Liquidität super positiv“, wie der Experte ausführt.

Bereits vor dem jüngsten Rücklauf hatten viele Marktbeobachter prognostiziert, dass der Krypto-Marktführer zunächst zurück an das untere Ende seiner geltenden Preisspanne kehren könnte.
„Bitcoin bewegt sich nun schon seit mehr als 5 Monaten in dieser Spanne“, wie der Trader Daan Crypto anmerkt. Dem fügt er abschließend hinzu:
„Wir haben zuletzt tiefere Tiefs und tiefere Hochs in dieser Spanne gesehen. Die wichtigsten Marken liegen weiterhin bei 59.000 US-Dollar und 74.000 US-Dollar.“

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